Rot-Pink in Wien ist fix: Paktpräsentation mit Punschkrapfen

Die erste rot-pinke Koalition ist auch formal fixiert. Am 24. November werden ihre Mitglieder angelobt.

Mit Symbolik gehen Wiederkehr und Ludwig ihr Wiener Bündnis an – obwohl mandatsmäßig viel mehr Rot als Pink in diesem steckt.
© APA

Von Karin Leitner

Wien — Es ist vollbracht. Die erste hiesige sozial-liberale Koalition steht auch formal. Sowohl in den Gremien der Wiener SPÖ als auch in jenen der NEOS ist sie mit sehr großer Mehrheit gutgeheißen worden. 212 Seiten und neun Kapitel hat das Arbeitspapier der „Fortschrittskoalition", wie SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig und sein künftiger Vize Christoph Wiederkehr das Bündnis nennen. Ein Stadtratsposten steht den Pinken zu; für Bildungsbelange wollten sie zuständig sein, das sind sie fortan. Wiederkehr führt das Ressort. Zu dem gehören auch Jugend, Integration, Transparenz.

Die Sozialdemokraten stellen sechs amtsführende Stadträte. Alle, die vor der Wahl mit von der Partie waren, sind es wieder: Jürgen Czernohorszky war bis dato für Bildung zuständig; jetzt verantwortet er den Klimaschutz. Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal hat die Wohn- und Frauen­agenden, Peter Hacker jene für Gesundheit und Soziales, Peter Hanke ist für Wirtschaft zuständig, Veronica Kaup-Hasler für Kultur und Wissenschaft, Ulli Sima für Mobilität und Stadtentwicklung. Am 24. November werden die Regierungsmitglieder bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates angelobt.

"Wir haben uns schnell gefunden"

Gestern Abend erläuterten Ludwig und Wiederkehr im Rathaus die Inhalte ihres Paktes für die kommenden fünf Jahre. Tags zuvor hatten sie die Schwerpunkte genannt. In welchen Bereichen war es nicht leicht, zusammenzufinden? „Es war gar nicht schwierig. Wir haben uns schnell gefunden", antwortet­e Ludwig. „Herausfordernd" sei gewesen, „die Projekte in einen budgetären Rahmen zu bringen" — ob der Corona-Krise und deren Folgen. Wiederkehr bestätigte das.

„Auf Augenhöhe" sei verhandelt worden, sagte er einmal mehr. Auf solcher werde auch regiert werden, versicherte Ludwig neuerlich. Anschaulich sollte das gute Verhältnis werden. Beim Sondierungsgespräch nach der Wahl hatte Ludwig den Pinken Punschkrapferln kredenzen lassen. Gestern wurd­e ein Servierwagen in den Saal gebracht. Ein Riesenpunschkrapfen mit rotem Gupf war darauf. Wiederkehr hatte auch ein zweifarbiges Präsent — „für besondere Momente", wie er anmerkte. Eine rot-pinke Variante für den Hosenträger-Träger Ludwig.

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