Förderpaket zu Natura 2000 in Osttirol gut genützt

Das Ausgleichspaket des Landes für Isel-Gemeinden wird zu 70 Prozent von Gewerbebetrieben in Anspruch genommen, weniger vom Tourismus.

Das Isel-Förderprogramm ist neben Leader und Interreg eine von mehreren Unterstützungsmöglichkeiten, die das Regionsmanagement in seiner Zuständigkeit hat.
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Von Catharina Oblasser

Lienz – Bei der Generalversammlung des Regionsmanagements Osttirol (RMO) für 2019 – die aufgrund von Corona erst jetzt und per Online-Konferenz stattfand – war auch die spezielle Förderung des Landes für die von Natura 2000 berührten Osttiroler Gemeinden ein Thema.

Überraschend: Zu 70 Prozent wird diese Förderung vom nicht-touristischen Gewerbe abgerufen. „Das kann zum Beispiel eine neue Maschine für einen metallverarbeitenden Betrieb sein“, führt RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter aus. „Oder etwas anderes, das mit Innovation und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu tun hat.“ Im Jahresbericht für 2019 finden sich somit die Anschaffung einer neuen Flaschenabfüllanlage, Investitionen in Digitalisierung, Forschung und Entwicklung oder der Kauf einer Roboter-Schweißzelle.

Der Tourismus ist auch vertreten, freilich in geringerem Ausmaß. Der Umbau von Zimmern zu Ferienwohnungen oder die Errichtung eines Heilwasserpools sind unter anderem im RMO-Jahresbericht vermerkt. Im vergangenen Jahr kamen 36 Projekte in den Genuss von Förderungen aus dem „Regionalwirtschaftlichen Programm der Natura 2000 Region Isel“, wie das Paket offiziell heißt. Es ist seit 1. Juli 2016 in Kraft und gilt für elf der insgesamt 33 Osttiroler Gemeinden. Ausgelegt ist es auf zehn Jahre, der Fördertopf enthält insgesamt zehn Millionen Euro. 2019 wurden die Fördermöglichkeiten zur Gänze ausgeschöpft.

Das Isel-Förderprogramm ist neben Leader und Interreg eine von mehreren Unterstützungsmöglichkeiten, die das Regionsmanagement in seiner Zuständigkeit hat.


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