Mindestens zehn Tote bei Israels Luftangriffen in Syrien

Bei Luftangriffen der israelischen Armee in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens zehn Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mehrere ausländische Kämpfer, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit.

Nach Angaben des israelischen Militärs waren die Luftangriffe eine Reaktion auf den Fund von Sprengstoff entlang der Grenze der von Israel besetzten Golanhöhen. Der Iran habe die Sprengsätze deponiert, um israelische Soldaten anzugreifen, teilte die Armee mit. Daraufhin habe die Luftwaffe Stellungen der iranischen Al-Kuds-Brigaden und der syrischen Streitkräfte angegriffen, darunter „Lagereinrichtungen, Hauptquartiere und militärische Anlagen“ sowie syrische Boden-Luft-Raketenbatterien.

Laut der syrischen Nachrichtenagentur Sana wurden bei den Angriffen mindestens drei Soldaten getötet. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden außerdem fünf mutmaßliche Mitglieder der Al-Kuds-Brigaden sowie zwei weitere pro-iranische Kämpfer getötet. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat das israelische Militär hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre iranischen Verbündeten geflogen. Die Al-Kuds-Brigaden sind der für Auslandseinsätze zuständige Arm der iranischen Revolutionsgarden. Israel will damit verhindern, dass der Iran seinen Einfluss in Syrien ausdehnt. Die israelische Regierung und Armee bestätigen nur selten Militäreinsätze in dem Nachbarland.

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