Aufatmen: Fieberbrunn erhielt erste Rate für Millionen-Deal

Die Mladenov GmbH hat eine erste Anzahlung von 350.000 Euro für das rund 38.000 Quadratmeter große Tragstätt-Grundstück geleistet.

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Von Michael Mader

Fieberbrunn –Aufatmen in der Marktgemeinde Fieberbrunn: Die in Deutschland angesiedelte Mladenov GmbH des bulgarischen Bauunternehmers Nedko Mladenov hat eine erste Anzahlung von 350.000 Euro für das rund 38.000 Quadratmeter große Tragstätt-Grundstück geleistet, welches sich im Besitz der Gemeinde befindet. Bis zum 31. Mai 2021 muss allerdings der Restbetrag von 3,55 Mio. Euro bei der Gemeinde eingetroffen sein. Ebenso wie Sicherheiten, Genehmigungen und Einreichungen.

Bereits bis Ende Mai dieses Jahres hätte Mladenov der Gemeinde eine Finanzierungsbestätigung über 30 Millionen Euro für das Gesamtprojekt vorlegen müssen, was damals aber offenbar nicht gelang. „Die Mladenov GmbH hat sich uns gegenüber geäußert, dass sie die Gesamtfinanzierungsgarantie ohne die Corona-Krise bis Ende Mai 2020 hätte vorlegen können und dass damit auch mit der Fertigstellung der Einreichunterlagen hätte begonnen werden können“, erklärte Bürgermeister Walter Astner damals gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

Verzögerungen bezüglich der Anzahlung

Wie berichtet, sollen auf der riesigen Fläche nämlich mindestens ein 4-Sterne-Superior-Hotel mit 300 Betten sowie 10 bis 12 Chalets mit insgesamt 50 Betten entstehen. Damit wäre es einer der größten Hotelkomplexe in Tirol. Betrieben werden soll das Großhotel dann von der Marriott-Kette, was Astner auf Anfrage auch bestätigt.

Allerdings hat es in den vergangenen zwei Jahren nicht nur Kritik an dem Projekt und der Gemeinde selbst wegen ihrer Zugeständnisse bezüglich der Zufahrt und der Übernahme der Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen gegeben, sondern es ist auch immer wieder zu Verzögerungen bezüglich der Anzahlung für den Millionen-Deal gekommen. So recht schien kaum mehr jemand an das Geschäft zu glauben.

Die vorerst letzte Frist für Mladenov wäre Anfang November abgelaufen, doch überraschend wurden ein paar Tage später – wie eingangs erwähnt – doch noch 350.000 Euro überwiesen.

„Man muss im Geschäftsleben auch fair sein"

Aus diesem Grund musste sich auch der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung wieder einmal mit dem Thema „Tragstätt“ auseinandersetzen, um die Frist zu verlängern.

„Man muss im Geschäftsleben auch fair sein. Es gibt ja auch Begleitumstände, für die die Firma nichts kann. Es waren ja nur ein paar Tage und das über das Wochenende“, sagt Astner. Der Bürgermeister wertet die Anzahlung jedenfalls als sehr starkes Zeichen in so schwierigen Zeiten: „Außerdem sind wir durch ein Wiederkaufsrecht ausreichend abgesichert.“


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