Erneut Demonstrationen gegen die Regierung in Thailand

Die Proteste in Thailand gegen die Regierung und die Rolle der Monarchie gehen unvermindert weiter. Am Mittwoch versammelten sich erneut zahlreiche Demonstranten im Zentrum von Bangkok, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Die Kundgebung fand in der Nähe des Polizeihauptquartiers statt. Nach vorherigen Zusammenstößen mit mehreren Verletzten warnte die Polizei die Demonstranten vor weiteren Ausschreitungen.

Die Einsatzkräfte warnten die Teilnehmer, dass sie auf jeden Versuch, das Gebäude zu stürmen, entschieden reagieren würden, wie die Zeitung „Bangkok Post“ berichtete. Zunächst blieb es aber friedlich.

Die Demokratiebewegung fordert den Rücktritt von Ministerpräsident Prayut Chan-ocha, eine Neuwahl und umfassende Reformen. Gleichzeitig wird erstmals die Rolle der Monarchie in Frage gestellt. König Maha Vajiralongkorn hält sich die meiste Zeit in Bayern auf, auch wenn er derzeit schon seit einigen Wochen in Thailand ist. Symbol des Widerstands ist der Drei-Finger-Gruß aus der Science-Fiction-Filmreihe „Die Tribute von Panem“.

Erst am Dienstag war es zu Zusammenstößen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Einige Demonstranten hatten zuvor Farbbeutel und Rauchbomben in Richtung der Beamten geworfen und versucht, vor dem Parlament aufgebaute Barrikaden zu überwinden. Den Gesundheitsbehörden zufolge wurden mehr als 40 Menschen verletzt.

Bisher waren die seit Monaten andauernden Proteste zumeist friedlich verlaufen. Die Organisatoren wollen der Regierung keinen Grund geben, die Demonstrationen mit Gewalt zu beenden.


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