Absagen und neue Wege: Volkslanglauf in Tirol in Corona-Zeiten

Wie steht es um die großen Volkslangläufe in Tirol in Zeiten der Corona-Pandemie? Der Koasalauf und der Ski-Trail Tannheimer Tal sind abgesagt – der Dolomitenlauf geht neue Wege.

Rund 800 Langläufer waren gestern rund um St. Johann im Einsatz.
© ofp kommunikation

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Da morgen in Seefeld die erste (Snowfarming-)Strecke eröffnet wird, taucht die Frage auf: Wie steht es um die großen Volkslangläufe in Tirol in Zeiten der Corona-Pandemie?

▶️ Kaiser-Maximilian-Lauf in Seefeld (9.1.): Der erste Volkslanglauf des Jahres bringt die erste Absage. Der bis zu 60 Kilometer lange Lauf fällt dabei aber nur indirekt der Covid-19-Krise zum Opfer. „Es war eine Entscheidung aus budgetären Gründen“, erklärt Seefelds Bürgermeister Werner Frießer.

▶️ Dolomitenlauf in Osttirol (21.–24.1.): Zwischen den zahlreichen Absagen stellt TVB-Obmann Franz Theurl klar: „Wir halten an unseren Veranstaltungen fest.“ Heißt so viel wie: Die 51. Auflage des Osttiroler Langlauf-Events findet statt. Das Konzept steht als „Plan B“ bereits fest: Die Bewerbe werden im Biathlonzentrum von Obertilliach ausgetragen. Dabei kann jeder Teilnehmer individuell bei einem Einzelstart in die Bewerbe gehen, die Startblocks sind zudem auf 300 Teilnehmer beschränkt. Vorausgesetzt, die aktuellen Verordnungen lassen das auch zu. „Wir haben jetzt ein Konzept und wollen es nutzen, dass der Trend zum Langlaufen gerade in Zeiten der Pandemie so groß ist. Wir sind flexibel und passen uns an“, ergänzt Theurl, auch das Skitourenfestival (28.–31.1.) findet statt.

▶️ Ski-Trail Tannheimer Tal (28.–31.1.): Bei einem der größten Langläufe Österreichs (1500 Starter) wird heuer auch im Außerfern nicht gelaufen. „Wir haben entschieden, die Veranstaltung abzusagen. Es weiß niemand, was machbar ist “, erklärt Organisator Michael Keller. Sollte sich die Lage entspannen, soll etwas im kleinen Rahmen organisiert werden.

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▶️ Tiroler Koasalauf (11.–14.2.): Auch bei der mit 2000 Langläufern stark besuchten 49. Auflage des Events in St. Johann zog man frühzeitig die Reißleine. „Wir haben uns entschieden, den Koasalauf abzusagen“, sagt Organisator Erich Rettenmoser. Stattdessen wird der Koasalauf als „Strava-Run“ virtuell von Mitte Jänner bis Ende Februar ausgetragen.

▶️ Ganghoferlauf (6./7.3.): Bis zum Leutascher Frühjahrs-Lauf mit den sonst rund 1800 Startern ist es wie beim Achensee Drei-Täler-Lauf (28.2.) noch einige Zeit hin. „Wir sind in der Planung, lassen uns noch Zeit und bringen auf Schiene, was bereits möglich ist“, sagt OK-Chef Stefan Zauninger.

▶️ TSV-Wettkampfsperre: Angesichts des Lockdowns hat auch der Tiroler Skiverband (TSV) reagiert: Bis zum Jahresende gibt es „Wettkampfsperre für alle Wettkämpfe unterhalb österreichischer Meisterschaften und FIS-Bewerbe“. Damit sollen faire Bedingungen für alle Athleten geschaffen werden.


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