Radmasterplan: Klingeln im Innsbrucker Gemeinderat erhört

Ein ambitioniertes Programm hat der Innsbrucker Gemeinderat am Donnerstag mit dem „Masterplan Radverkehr 2030“ beschlossen. Die Kosten für d...

Um ihre Unterstützung für den „Masterplan Radverkehr 2030“ in Innsbruc­k zu signalisieren, fanden sich gestern Aktivisten vor der Messe ein, wo der Gemeinderat tagt.
© Foto Rudy De Moor

Ein ambitioniertes Programm hat der Innsbrucker Gemeinderat am Donnerstag mit dem „Masterplan Radverkehr 2030“ beschlossen. Die Kosten für das auf die kommenden zehn Jahre ausgelegt­e Arbeitsprogramm mit Schwerpunkt Radwegenetzausbau liegen bei rund 38 Millionen Euro. „Der Kostenrahmen erscheint vielleicht auf den ersten Moment hoch, aber die Förderquote der einzelnen Projekte liegt zwischen 25 und 70 Prozent“, erklärt die zuständige Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne). Darüber hinaus komme die Hälfte der Investitionen, wie Unterführungen oder Brücken, auch den Fußgängern zugute. Der Radmasterplan wurde mehrheitlich gegen die Stimmen der FPÖ beschlossen. Rund 50 Radfahrerinnen und Radfahrer bekundeten mit einem zehnminütigen Dauer­klingeln ihre Begeisterung für diesen Beschluss.

Keine Mehrheit fand indes im Verkehrsausschuss zuletzt der Antrag, die Dr.-Stumpf-Straße dauerhaft in eine Fahrradstraße umzuwidmen. ÖVP, FPÖ und SPÖ stimmten im Ausschuss gegen diesen Vorschlag. Die Fahrradstraße wurde während der Leitungsbauarbeiten der Tigas am südlichen Inn­ufer im Abschnitt zwischen Völs und Innsbruck und der damit einhergehenden Sperre einer wichtigen Hauptradweg­achse als Ersatzmaßnahme für den Zeitraum der Bau­tätigkeit verordnet.

Einen lang gehegten Wunsch erfüllte der Gemeinderat am Donnerstag den Anrainern in den Gebieten Sieglanger, Klosteranger und Mentlberg mit der Einführung einer gebührenpflichtigen Parkraumbewirtschaftung. Ab dem Frühjahr 2021 tritt dort eine Parkstraßenregelung von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 19 Uhr, in Kraft. Damit soll das Dauerparken unterbunden werden – auch entlang der Lärmschutzwand auf Grund der Asfinag. Hierfür liegt ein­e Vereinbarung mit dem Auto­bahnbetreiber vor, die Stadt kann diese Flächen zur Bewirtschaftung temporär nutzen. (dd)

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