Der „Major“ lockt „Silbi“ nicht aus der Reserve

Bei der Rückkehr von Stefan Maierhofer sitzt WSG-Tirol-Cheftrainer Thommy Silberberger morgen gegen die Admira auf der Tribüne.

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Ein charismatischer Charakterkopf mit bekanntem Handzeichen – im Admira-Dress spielt Stefan Maierhofer morgen im Tivoli bei der WSG Tirol vor.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach der Gelb-Roten Karte beim 1:0-Sieg in St. Pölten muss sich WSG-Coach Silberberger morgen eine halbe Stunde vor Spielbeginn von der Kabine Richtung Tribüne bewegen. „Halb so schlimm. Die Matchvorbereitung ist wichtiger als das Coaching während des Spiels“, hat er vollstes Vertrauen in Co-Trainer Martin Svejnoha und Sportmanager Stefan Köck. Der Name des Majors – Stefan Maierhofer spielte im Frühjahr für die WSG – sei nicht (oft) gefallen. „Ich glaube nicht, dass er von Beginn an spielt. Und wenn er kommt, kennen wir ihn ja bestens. Dann schmeiß’ ich den Bruno (Soares, Anm.) rein und der wird ihn schon auffressen“, lacht Silberberger, der auf Zan Rogelj (gesperrt) und Stefan Hager (nach Erkrankung noch nicht fit) verzichten muss.

„Hallo sagen und Hände schütteln“ werde man mit dem Major, der sich laut Köck „bei uns absolut anständig verhalten hat“. Die Trennung kam ja zustande, weil sich der Sturmtank – er hat in Wilfersdorf (NÖ) im Elternhaus draufgebaut – ja Richtung Karriere danach weiterentwickeln will.

"Bin noch fit und will spielen"

„Ich bin als Co-Trainer (auch bei der WSG stand er im Coaching-Staff; Anm.) gemeldet und will langsam auf die andere Ebene hinüberwachsen. Noch bin ich aber fit und will spielen“, merkt der 38-jährige Major an. Nach elf Jahren der Wanderschaft steht er wieder mit seinem Rapid-Meisterkollegen Erwin „Jimmy“ Hoffer (33) im gemeinsamen Kader.

Im Abstiegs-Endspiel der letzten Saison hätte er bei zwei Kopfballchancen seinen jetzigen Arbeitgeber – bevor die Causa und Insolvenz über den SV Mattersburg aufkam – eine Liga hinunterschicken können: „Hätte ich die Dinger reingemacht, hätten wir einen schönen Tiroler Abend gehabt. Aber ich bin froh, dass die WSG die Liga gehalten hat, freue mich für den Verein, die Spieler und Mitarbeiter.“

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Die Situation bei der Admira sei wegen Verletzten und Coronavirus (zwei positive Tests am Donnerstag) derzeit alles andere als einfach: „Wir müssen dennoch zu punkten beginnen. Die WSG ist auf Augenhöhe.“ In Sachen Körpergröße (202 cm) schaut der Major aber über alle drüber.


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