FPÖ will Laubbläsern in Innsbruck die Luft abdrehen

Zu laut, zu stinkig, zu schlecht für Insekten am Boden – die FPÖ möchte den Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern in Innsbruck verbieten.

Laubbläser haben im Herbst Hochsaison. Sie sind ein beliebtes, aber lautes Gerät, um Blätter zu beseitigen.
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Von Denise Daum

Innsbruck – Wie heißt das Zauberwort mit "B"? "Besen", sagt Stadtrat Rudi Federspiel. Geht es nach der FPÖ, sollen in Innsbruck nicht mehr Laubbläser und Laubsauger zum Beseitigen von Blättern zum Einsatz kommen, sondern der gute alte Besen. "Laubbläser stellen eine unzumutbare Lärmbelästigung dar und sind aufgrund der Feinstaub- und Schadstoffemission schädlich für den Menschen. Auch auf die Bodengüte wirken sie sich durch die Vernichtung von Kleinlebewesen negativ aus", zeigt Federspiel seine grüne Seite.

Vor zwei Jahren ist die FPÖ mit einem entsprechenden Antrag abgeblitzt. Der Stadtsenat sprach sich gegen ein generelles Verbot aus. Die Begründung der Stadt war damals, dass bereits "ein sorgsamer und moderater Einsatz der Geräte praktiziert wird sowie ein sukzessiver Umstieg auf Elektromotoren erfolgt".

"Davon merke ich aber nichts. Ganz im Gegenteil, immer mehr Innsbruckerinnen und Innsbrucker beschweren sich über die Staubbläser", betont Federspiel. Er wird deshalb einen erneuten Anlauf nehmen, um ein Verbot durchzusetzen.

Innsbruck wäre damit nicht die erste Landeshauptstadt, in der ein derartiges Verbot gilt. In Graz hat es sich schon längst ausgeblasen. Im Oktober 2013 erließ das Land Steiermark die so genannte "Laubbläser-Verordnung" mit dem ganzjährigen Verbot von Laubbläsern und Laubsaugern für das gesamte Stadtgebiet von Graz sowie zwei weitere steirische Gemeinden. "Das werden wir wohl in Innsbruck auch zusammenbringen", sagt Federspiel.


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