LASK-Frust nach 1:1, WAC ließ Corona erfolgreich hinter sich

Für den LASK war Hartberg am Samstag keine Reise wert. Zwar holten die Linzer beim 1:1 in der Steiermark einen Punkt. Dieser fühlte sich angesichts einer völlig einseitigen ersten Hälfte und zahlreichen vergebenen Chancen aber wie eine Niederlage an. Die Europa-League-Generalprobe war durchwachsen, die Chance, mit Leader Salzburg nach Punkten gleichzuziehen dahin. Besser machte es der WAC, der sich nach dem „Corona-GAU“ mit einem 2:0 in Altach für Europa warmschoss.

Fast 70 Prozent Ballbesitz, 25:5 Schüsse, davon acht aufs Tor und mehrere Topchancen - LASK-Coach Dominik Thalhammer hatte am Samstagabend allen Grund, den Platz sichtlich verärgert in Richtung Kabinengang zu verlassen. Sein Team ließ dem Gegner vor der Pause kaum Zeit zum Atmen, kam über den Treffer von Petar Filipovic nach einem Standard (22.) aber nicht hinaus. „Die Enttäuschung ist natürlich groß. Es ist schade, dass wir die drei Punkte nicht mitgenommen haben, damit hätten wir den Abstand zur Tabellenspitze noch weiter verringern können“, ächzte Thalhammer mit Blick auf Salzburg und Rapid.

Den 1:3-Patzer der „Bullen“ gegen Sturm konnte der LASK nicht nützen, zumindest bis zum Sonntag hätten Gernot Trauner und Co. gemeinsam mit Salzburg von der Spitze gelacht. So lag man punktegleich mit Grün-Weiß (je 17) zwei Zähler hinter dem Meister. „Wir haben eigentlich sehr viel umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, haben aber leider aus den vielen Möglichkeiten nicht viel gemacht“, merkte Kapitän Trauner fünf Tage vor dem „Rückspiel“ gegen Royal Antwerpen in Linz an.

Die Effizienz, die den LASK zumeist auszeichnet, wurde diesmal schmerzlich vermisst. Alleine ÖFB-Teamspieler Reinhold Ranftl hatte vier gute Chancen, Johannes Eggestein, derzeit aufgrund der Verletzung von Marko Raguz Nummer eins im Sturm, zwei. „Solche Tage gibt‘s. Normalerweise muss die Partie 7:1 ausgehen“, resümierte Ranftl schulterzuckend.

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Vollauf zufrieden konnte hingegen Ferdinand Feldhofer sein. Ein Sieg nach der alles andere als optimalen Länderspiel-Pause, in der der WAC mit einem Corona-Cluster zu kämpfen hatte, ließ den Coach hochzufrieden resümieren. „Dieser Sieg ist nicht hoch genug einzuschätzen. Die wenigsten können sich vorstellen, was wir die letzten Tage erlebt haben. Mir ist persönlich ein Riesenstein vom Herzen gefallen“, sagte Feldhofer, der teilweise nur eine Handvoll Spieler zur Verfügung hatte.

Zurückgemeldet hat sich auch Michael Liendl. Der Spielmacher hatte beim Hinspiel in Zagreb (0:1) erkrankt gefehlt, in Altach bereitete er beide Tore durch Eliel Peretz (73.) und Dario Vizinger (79.) ideal vor. Die Wolfsberger belohnten sich damit für eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, nachdem sie sich vor der Pause schwergetan hatten, ins Spiel zu finden. „Aufgrund der Probleme ist es durchaus legitim, dass wir anfangs Probleme hatten. In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und haben unsere Chancen genutzt“, sagte Feldhofer.


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