Austria rettete gegen St. Pölten im Finish 1:1

Die Wiener Austria hat in der Fußball-Bundesliga eine weitere Schlappe quasi in letzter Minute abgewendet. Am Sonntag lief Violett in der achten Runde gegen den SKN St. Pölten lange einem 0:1-Rückstand nach, ehe Youngster Aleksandar Jukic noch der letztlich verdiente Ausgleich gelang (84.). Tirol feierte einen 3:0-Heimsieg über die Admira. Im Spätspiel des Tages könnte Rapid mit einem Sieg in Ried die Tabellenspitze übernehmen.

Die Austria, bei der Bright Edomwonyi im Sturm den verletzten Christoph Monschein ersetzte und Stephan Zwierschitz im Mittelfeld auflief, verzichtete von Beginn an auf dominantes Spiel, ließ St. Pölten immer wieder im Aufbau gewähren. Das ging einige Zeit gut, das Offensivspiel der Gäste vor allem über die Flanken brachte wenig ein. Nur ein missratener Schuss von Alexander Schmidt am Tor vorbei (20.) war zu verzeichnen.

Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Gäste aber stärker. Ein Corner von Dor Hugi brach schließlich den SKN-Bann, Ahmet Muhamedbegovic köpfelte in der 39. Minute ins lange Eck ein. Die Austria, die im Angriff ausgesucht harmlos agierte, hatte dem wenig entgegenzusetzen. Hugi hätte noch vor der Halbzeit sogar auf 2:0 bzw. 3:0 erhöhen können, ein Köpfler des Israeli ging aber knapp daneben (42.), in der Nachspielzeit rollte sein Schuss infolge eines Konters hauchdünn am langen Eck vorbei (45.+1).

Erst mit Wiederbeginn, Trainer Peter Stöger versuchte die Offensive mit Alon Turgeman und Jukic zu beleben, stieg die Austria aufs Gas. Edomwonyi prüfte gleich einmal SKN-Goalie Christoph Riegler (46.), wenig später machte der „Wölfe“-Schlussmann eine Großchance Jukics aus wenigen Metern bravourös zunichte (53.). Zur Stundenfrist kam dann Turgeman ins hervorragender Position nach einer Drehung nicht mehr an den Ball (62.).

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St. Pölten brachte kaum noch zusammenhängende Aktionen zustande bzw. nennenswerte Möglichkeiten. Eine davon allerdings hätte gut und gern das 2:0 bedeuten können: Hugi scheiterte nach schönem Strafraumtanz an Goalie Patrick Pentz (64.). Weil aber die Austria, die bis zum Sonntag nur fünf Tore aus dem Spiel erzielt hatte, aus ihrer Überlegenheit zu wenig machte, deutete vieles auf ein 0:1 hin.

Im Finish aber kam dann noch Jukics großer Auftritt. Nach einer Flanke fiel ihm der Ball im Strafraumgetümmel zu, er schob im Fünfer locker ein - das erste Tor des 20-Jährigen für die Profis. Kapitän Alexander Grünwald sah im Finish nach wiederholtem Foulspiel noch Gelb-Rot (86.), das folgende Power-Play der Gäste brachte nichts mehr ein. Die Austria, die schon vier Runden auf einen Sieg wartet, rutschte dennoch auf Platz acht hinter dem punktegleichen WAC zurück.

WSG Tirol schonb sich parallel dazu auf Rang sechs. Die Tiroler feierten am Sonntag einen 3:0-Heimsieg über die Admira, Torschützen waren Nikolai Baden Frederiksen (2., 45.) und Tobias Anselm (86.). Die Südstädter liegen nach ihrer fünften Pflichtspiel-Niederlage in Folge weiterhin auf dem letzten Platz, einen Punkt hinter dem SCR Altach.

Das Unheil nahm für die Gäste schon nach 95 Sekunden seinen Lauf. Baden Frederiksen zog aus rund 20 Metern ab und Admira-Goalie Andreas Leitner ließ den nicht unhaltbar scheinenden Ball passieren. Danach gab es zunächst auf beiden Seiten bestenfalls Halbchancen: Ein Schuss von Admiras Roman Kerschbaum (15.) verfehlte ebenso deutlich das Ziel wie auf der Gegenseite ein Versuch von David Gugganig (29.).

In der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte wurde es wieder rasanter, so landete etwa eine abgerissene Flanke des Südstädters Dominik Starkl an der Latte (31.). Drei Minuten später vergab Maximilian Breunig die große Chance auf den Ausgleich, als er mit seinem Volley aus kurzer Distanz nach Flanke von Joseph Ganda an WSG-Schlussmann Ferdinand Oswald scheiterte.

Doch auch die Wattener tauchten gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. In der 37. Minute war Leitner bei einer Topchance von Florian Rieder zur Stelle, in der 43. Minute traf Rieder mit einem Freistoß die Stange. Noch vor der Pause stellte die WSG auf 2:0 - Zlatko Dedic bediente Baden Frederiksen, der mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck erfolgreich war.

Nach dem Seitenwechsel verabsäumte es Breunig zweimal, seine Mannschaft zurück ins Spiel zu bringen. In der 50. Minute verzog der Deutsche aus aussichtsreicher Position, zehn Minuten später traf er nach Assist von Stephan Auer vom Fünfer das verwaiste Tor nicht. Auch die Tiroler vernebelten einen Sitzer, der kurz zuvor eingewechselte Anselm schoss allein vor Leitner am langen Eck vorbei (67.).

Auch Kelvin Yeboah schaffte es nicht, auf 3:0 zu erhöhen, sein von Leitner abgeblockter Schuss wurde von Milos Spasic vor der Linie geklärt (81.). Für die Entscheidung sorgte schließlich Anselm aus einem Konter in der 86. Minute. Damit war in Abwesenheit des gesperrten Cheftrainers Thomas Silberberger der zweite WSG-Sieg in Folge fixiert.


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