Große Auswärtstournee: Die Haie müssen jetzt auf fremdem Eis zubeißen

Die Innsbrucker Haie starten die Auswärtstournee heute mit dem Gastspiel beim West-Derby in Dornbirn. Dort wartet mit Ex-HCI-Crack Andrew Yogan ein „Quoten-Monster“.

Die Haie müssen bei den kommenden fünf Auswärtsspielen noch enger zusammenrücken.
© gepa

Von Alex Gruber

Wien – Für die intakte Arbeitsmoral konnten sich die Haie mit nur drei Zählern aus den vergangenen vier Heimspielen zu wenig „kaufen“. Es waren zu viele Eigenfehler und immer wieder schwächere Phasen im Spiel. Deswegen muss die fast vollständig neuformierte Innsbrucker Mannschaft jetzt bei fünf Auswärtsspielen in Serie liefern, um nicht nach hinten (durch-)gereicht zu werden.

„Die Jungs müssen wieder intensiver trainieren, sich besser und fokussierter auf die Matches vorbereiten. Ansonsten geht’s nicht bergauf, sondern bergab“, weiß Cheftrainer Mitch O’Keefe, wie schnell es in dieser Liga geht. „Wir müssen punkten, am besten mit einem Sieg in Dornbirn“, hält auch Co-Trainer Florian Pedevilla nichts mehr von halben Sachen.

🏒 ICE Hockey League - Spiele am Dienstag

  • Dornbirn – HC Innsbruck 19.15
 Uhr
  • Bratislava – KAC 18.30
 Uhr
  • Linz – Vienna 19.15
 Uhr

Das verjüngte und im Vergleich zu den Vorjahren billigere Tiroler Team hat durchaus seine Qualitäten, führt mit Braden Christoffer (14 Punkte in nur zehn Spielen) oder seinem Linienpartner Daniel Ciampini (12 aus 12) auch Cracks mit starken Scorer-Werten. Im Rückwärtsgang – möglich, dass heute wieder Tom McCollum statt René Swette den Kasten hütet – tat man sich zu oft selbst weh.

Yogans Monsterquote: 197 Punkte in 191 Ligaspielen

Die Tore will man sich heute nicht wieder mit individuellen Blackouts selbst schießen. Zudem kamen die Dornbirner Bulldogs zuletzt ordentlich in Fahrt. Das liegt auch an einem, der früher in zwei Saisonen in Innsbruck für Begeisterungsstürme in der Tiwag-Arena sorgte: Neuzugang Andrew Yogan, der Sonnyboy aus Florida, hat mit acht Punkten in ebenso vielen Partien nichts von seiner Genialität verloren. Der Sturmtank kann oft lange untertauchen, in einer einzigen Szene aber den Unterschied ausmachen. „Wir dürfen ihm keinen Platz geben, müssen viel und hart mit dem Körper spielen. Das mag er nicht“, weiß Pedevilla: „Seine Quote ist brutal.“ Der 28-jährige US-Amerikaner hat in bislang 191 Ligapartien für Bozen, Innsbruck, Fehervar und Dornbirn 197-mal gepunktet. Das ist monströs.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die Haie brauchen jetzt ein gutes Sitzfleisch, denn mit dem Match in Dornbirn setzt sich die harte Auswärtstournee über Linz (Sonntag), Bratislava (30.11.), Wien (3.12.) und Fehervar (4.12.) fort.

Detail am Rande: Dass die Liga auch in Corona-Zeiten nichts an Attraktivität verloren hat, beweist ein Wert des Senders „Puls 24“: Das Sonntags-Livespiel zwischen Graz und Linz sahen 75.000 Zuseher, das entspricht einem durchschnittlichen Marktanteil von 4,1 Prozent.

In Dornbirn muss man heute auch Andrew Yogan entschärfen, der bei den Bulldogs in gewohnter Manier punktet.
© gepa

Kommentieren


Schlagworte