Tirol liegt bei der WSG im Trend: Schnegg, Anselm und Naschberger blühen auf

Beim 3:0 gegen die Admira zeigten auch drei junge Tiroler gehörig auf. Sieben Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht sorgen für ein bisschen Entspannung.

Die Kollegen freuten sich sichtlich mit Tobias Anselm, der seine Tor-Premiere in der Bundesliga bejubelte.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Wattens – „Wenn ich der Naschi gewesen wäre, hätte ich den Ball nicht rübergelegt“, lachte WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger mit Blick auf den schönsten Angriff beim 3:0-Erfolg über die Admira am Sonntagnachmittag. Der „Naschi“, das ist Johannes Naschberger (20 Jahre), der nach idealem Konter über David Schnegg auf sein erstes Bundesliga-Tor „verzichtete“, um dieses Kollege Tobias Anselm (20) am Silbertablett zu servieren. Für den Ex-Wörgler selbst war es indes der erste Assist in der Bundesliga.

Der ehemalige Lieferinger Anselm war natürlich überglücklich über seine Tor-Feuertaufe: „Ein Treffer feiert sich immer besser mit einem Sieg. Normalerweise muss ich zwei machen, aber das ist das Schöne am Fußball, es geht schnell und man kriegt dann wieder eine Chance. Und die zweite Chance hat dann gepasst.“ Nach seiner Einwechslung hatte der Kirchbichler dem WSG-Spiel nach einer etwa passiven Phase zusätzliche Energie und Athletik injiziert. Genau das hat sich sein Trainer auch erwartet: „Er ist aktuell als Wechselspieler wertvoller, das hab’ ich ihm auch gesagt“, erklärt sein Trainer. Bei seinem bislang einzigen und schwachen Startelf-Einsatz bei der 0:5-Niederlage in Salzburg habe sich Anselm laut Silberberger „zu sehr unter Druck gesetzt. Über kurz oder lang sollte aber auch er sich in die Startelf reinkatapultieren.“

Gar nicht mehr von dort wegzudenken ist der Oberländer U21-Nationalspieler David Schnegg (22), der gegen die Admira an allen drei Tiroler Treffern beteiligt war. „Überragend“, nennt das sein Trainer. „Am Anfang wollte er ein bisschen zu viel. Nun wird er von Woche zu Woche besser und findet Top-Lösunge­n.“ Tatsächlich ist auffällig, wie sehr sich Schnegg in den vergangenen Wochen auch technisch stabilisiert hat, die Dynamik war dem 22-Jährigen ohnehin nie abzusprechen. „Das U21-Team tut ihm gut“, weiß Silberberger, dem die Entwicklung seiner „Tiroler Buam“ natürlich gut gefällt. Der einheimische WSG-Kern strahlt Kraft aus – und wird auch durch Akteure wie Anführer Fabian Koch, Kreativkraft Flo Rieder oder Edel-Joker Benni Pranter mit Leben gefüllt.

Auch wenn es in der Bundesliga schnell gehen kann, sorgen aktuell sieben Punkte Vorsprung auf die Admira für eine gewisse Entspannung. Wann das zuletzt so war? „Vielleicht letztes Jahr nach dem Auftaktsieg gegen die Austria, da war auch alles toll und fein.“ Am Samstag geht es zu Sturm, deshalb hat Silbi für deren heutiges Cup-Duell mit dem FC Wacker einen, simplen Wunsch: „Verlängerung.“

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte