Neue Kampagne: Igler Bahn wird als „Waldbahn“ beworben

Neue Kampagne soll Tramlinie 6 als Ausflugs- und Erlebnisbahn stärken. Die FPÖ möchte zudem den Igler Bahnhof „revitalisieren“.

FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel legt Ideen für eine Belebung des Igler Bahnhofs, der Endstation der Linie 6, vor. Das Areal sei etwa für Veranstaltungen aller Art bestens geeignet.
© FPÖ

Innsbruck – Eine erhöhte Auslastung der Straßenbahnlinie 6 (vom Bergisel nach Igls und retour) ist das zentrale Ziel einer neuen Kampagne von Stadt, Innsbruck Marketing und Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB). Ein neuer, detailreich illustrierter Fahrplan soll die Freizeit- und Erlebnismöglichkeiten entlang der 8,3 km langen Strecke aufzeigen, die großteils durch malerische Waldlandschaften führt.

Wimmelbild- bzw. Schatzkartencharakter hat die Vorderseite des neuen Fahrplans, der in einer Auflage von 15.000 Stück erscheint und die vielfältigen Attraktionen entlang der "Igler Bahn"-Strecke in den Fokus rückt.
© Innsbruck Marketing/Vanessa Sonnewend

Diese „Schatzkarte“ zeige, dass eine Fahrt mit der „Waldstraßenbahn“ für Gäste, Wanderer, Sportbegeisterte und Familien viel bereithalte, freut sich BM Georg Willi (Grüne): Die Kunst- und Wunderkammer von Schloss Ambras, der Moorlehrpfad und der „keltische Baumkreis“ nahe der Haltestelle Tantegert, der Lanser See oder das Lanser Moor sind nur einige der direkt erreichbaren Stationen.

Die Kampagne solle also die Nutzung als „Ausflugs- und Erlebnisbahn“ stärken, bilanziert IVB-Geschäftsführer Martin Baltes.

Der wimmelbildähnliche Fahrplan, in Hunderten Arbeitsstunden von der Illustratorin Vanessa Sonnewend geschaffen, verzeichnet alle Haltestellen samt kurzen Texten in drei Sprachen (Details: www.waldstrassenbahn.at). Er erscheint in einer Auflage von 15.000 Stück, wird beim Schloss Ambras, beim Tourismusverband und im IVB-Kundencenter aufgelegt sowie an Volksschul- und Kindergartenkinder verteilt (nach dem Lockdown).

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FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel begrüßt die verstärkte Bewerbung als wichtigen ersten Schritt, er sei hier selbst als „Ideengeber“ aufgetreten. Doch für die „Igler“ brauche es noch mehr: Federspiel fordert, dass die Bahn künftig auch werktags wieder im Stundentakt verkehren und am Wochenende länger als bis ca. halb vier Uhr nachmittags fahren solle. Aktuell ist die Bahn praktisch nur samstags und sonntags unterwegs, werktags gibt es nur eine Fahrt pro Richtung in aller Früh.

Federspiel tritt zudem für eine „Revitalisierung“ des lauschigen Igler Bahnhofs ein. Das Gelände samt altem Umkehrplatz biete sich für Veranstaltungen jeder Art an – vom urigen Bauernmarkt, der auch Touristen aus Asien und Übersee begeistern könne, bis hin zu Trödelmärkten, Frühschoppen, Konzerten oder Ausstellungen (Stichwort „Igler Art“). Im Winter sei neben einem Christkindlmarkt auch die Illuminierung der Bahnstrecke anzudenken, ähnlich wie das ja im Hofgarten komme („Lumagica“). Auch ein Pächter für das Bahnhofstüberl müsse zu finden sein. Man dürfe die Bahn allerdings „nicht verhungern lassen“. (TT, md)


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