Aktuelle Umfrage zeigt: Bereitschaft für Impfung nimmt zu

Mehr als die Hälfte der Menschen in Österreich will sich gegen Covid-19 impfen lassen, wenn der Impfstoff sicher und wirksam ist.

56 Prozent der Menschen im Land wollen sich gegen das Coronavirus impfen lassen.
© imago images/Laci Perenyi

Wien, Innsbruck – Der Wunsch der Bundesregierung, dass sich ab Jänner so viele Menschen wie möglich gegen das Coronavirus impfen lassen sollten, könnte in Erfüllung gehen. Einer Umfrage des Gallup-Instituts zufolge sind aktuell 56 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher bereit, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen (25 % stimmten voll, 31 % eher zu). Vor zwei Wochen lag der Anteil der Impfwilligen noch bei 46 Prozent. Befragt wurden zwischen 19. und 22. November 1000 Personen über 16 Jahre.

„Der Anstieg der Impfbereitschaft erklärt sich einerseits durch die intensive Medienberichterstattung über die Fortschritte bei der Entwicklung der Impfstoffe in den letzten Tagen, andererseits durch die Beschleunigung der Infektionsdynamik. Die Bevölkerung nimmt wahr, dass die Infektionszahlen und die Anzahl der Todesfälle in Österreich trotz des erneuten Lockdowns gestiegen sind“, kommentiert Andrea Fronaschütz vom Gallup-Institut.

Gegenseitige Solidarität zwischen Generationen

Mehr als zwei Drittel der Befragten stimmen der bevorzugten Impfung von bestimmten Bevölkerungsgruppen zu. „Die Österreicher zeigen sich solidarisch mit jenen, die einem besonderen Risiko ausgesetzt sind: den Beschäftigten im Gesundheitswesen und in der Altenpflege, den älteren Mitbürgern und solchen mit Vorerkrankungen“, fasst Fronaschütz zusammen.

Interessantes Detail: Die Befürworter der Bevorzugung in der Altersgruppe 50+ räumen den Beschäftigten im Gesundheitswesen (89 %) bzw. in der Altenpflege (87 %) eine höhere Impfpriorität als sich selbst ein (69 %) und sind deutlich häufiger als Jüngere für einen bevorzugten Impfzugang für Lehrer und Beschäftigte in Kindergärten. „Offenbar hat diese Altersgruppe die Sorge um die Zukunft ihrer Enkel im Fokus. Umgekehrt priorisieren die 16- bis 30-Jährigen am deutlichsten die Älteren. Es gibt sozusagen eine gegenseitige Solidarität zwischen diesen beiden Generationen“, analysiert die Meinungsforscherin.

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Die wichtigsten Gründe für die Ablehnung der Covid-19-Impfung sind im Wesentlichen Zweifel bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs, das Misstrauen gegenüber den Pharmaunternehmen, die Beeinflussung durch die Impfskeptiker sowie die Art der Berichterstattung über die Impfung. (TT)


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