WSG-Trainer Silberberger nach 0:1 gegen Sturm bedient: „Was wir verpulvern ...“

Der WSG Tirol fehlte bei der 0:1-Niederlage gegen Sturm Graz nur der erfolgreiche Torabschluss. In vielen Phasen des Spiels war die Silberberger-Elf auf Augenhöhe.

Die WSG Tirol starb in Graz auch den Chancentod – Stürmer Zlatko Dedic hatte gleich zwei Treffer am Fuß.
© GEPA pictures/ Hans Oberlaender

Von Alex Gruber

Graz –„Unglücklich. Es tut weh, hier mit einer 0:1-Niederlage wegzufahren“, diktierte WSG-Verteidiger Fabian Koch, der ja dreieinhalb Jahre bei Sturm gespielt hat, an alter Wirkungsstätte nach 94 Minuten gezeichnet.

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Die WSG hatte alle Chancen und durch Florian Rieder (4.) und Joker Zlatko Dedic (63., 87.) zumindest drei echte Hochkaräter. Es gab zehn WSG-Ecken nach nur 60 Minuten und insgesamt mehr Torschüsse (18:16) für das Auswärtsteam aus Tirol. Das entscheidende Goldtor schoss nach einer Bilderbuchaktion über die starken Sturm-Joker Otar Kiteishvili und Bekim Balaj – Jakob Jantscher schaltete sich genial dazwischen – aber Sturm in Minute 76. Nur zwei Minuten später verhinderte Thanos Petsos gegen Kiteishvili den zweiten Grazer Treffer.

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Die WSG um die spielstarken Innenverteidiger Raffael Behounek und David Gugganig (zwei Kopfballchancen nach Ecken) stand mit verstärktem Mittelfeld von Beginn an defensiv weitgehend sehr solide und wenn’s brannte, zeichnete sich Keeper Ferdinand Oswald gegen Kevin Friesenbichler (9.) oder Ivan Ljubic (12.) aus. Bei einem Konter nach Koch-Fehler verfehlte Ljubic das Tor (21). Viel mehr Sturm-Herrlichkeit war lange Zeit nicht zu sehen, speziell zu Beginn der zweiten Halbzeit drückte stattdessen die WSG aufs Tempo. Die Hausherren hatten wie schon am Dienstag beim 1:0-Sieg im ÖFB-Cup-Achtelfinale gegen den FC Wacker dank einer starken Aktion erneut das glücklichere Ende für sich.

Ich lege seit Wochen die gleiche Schallplatte auf: Was wir an Chancen verpulvern ...
Thomas Silberberger, WSG-Coach

„Wir spielen einen vernünftigen Fußball, sind gut dabei und glauben an uns. Aber im Gegensatz zu uns genügt Sturm eine mittelmäßige Leistung, um als Sieger vom Platz zu gehen. Das fehlt uns noch“, analysierte WSG-Coach Silberberger.

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