WK Tirol prüft Verdacht zu Kammerwahlen

Linz, Innsbruck – Die Staatsanwaltschaft Linz führt derzeit ein Ermittlungsverfahren zu Unregelmäßigkeiten bei den Wirtschaftskammerwahlen in Oberösterreich im heurigen März. Gestern bestätigte die Anklagebehörde, dass der Verdacht in Richtung Fälschung und Täuschung bei einer Wahl geprüft werde. Laut dem Nachrichtenmagazin profil richtet sich der Verdacht gegen den Chef einer oberösterreichischen Pflegeagentur. Für ihn seien auffallend viele Vorzugsstimmen mit sehr ähnlichem Schriftbild abgegeben worden.

Ähnliche Vorwürfe gebe es auch im Burgenland, in der Steiermark und in Tirol.

Während in Eisenstadt jedoch schon gegen sechs Beschuldigte ebenso wegen Verdachts der Wahlfälschung ermittelt wird, dürfte der Fall in Tirol anders liegen. WKT-Präsident Christoph Walser auf Anfrage der TT: „Wir wurden informiert, dass seitens einer Tiroler Agentur selbstständige Pflegekräfte aufgefordert wurden, einem bestimmten Wahlwerber die Vorzugsstimme zu geben. Es soll sich dabei um zwei bis drei Pflegerinnen handeln“, so Walser.

Noch am Montag will Walser das betroffene Gremium mit einer internen Prüfung befassen und Gespräche führen. „Unregelmäßigkeiten wären natürlich völlig inakzeptabel“, so der Tiroler WK-Präsident. (fell)

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