Die Haie liefen auch ohne Ciampini in Bratislava vergeblich an

Das (kurze) Auswärtshoch der Innsbrucker Haie nahm am Montag mit einer vermeidbaren 2:5-Niederlage bei Liganeuling Bratislava ein Ende.

Bei der 2:3-Heimniederlage gegen Bratislava scheiterte Jan Lattner noch im Penaltyschießen – am Montag half auch ein Doppelpack des 30-jährigen Tschechen in der Slowakei leider nicht weiter.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Bratislava – Keine 24 Stunden nach dem 5:1-Sieg in Linz, das war der zweite klare Auswärtserfolg nach dem vorangegangenen 6:2 in Dornbirn, mussten die Haie am Montag in Bratislava ran. Und dass man mit leeren Händen das Eis verließ, lag nur bedingt an einem leerer werdenden Akku.

Den Haien fehlten am Montag jene Zutaten, die es in der ICE Hockey League braucht, um erneut Zählbares in der Fremde einzufahren. Vorne ließ man insbesondere durch Max Gerlach, aber auch Braden Christoffer, Daniel Ciampini oder Dario Winkler die besten Chancen aus, hinten erwischte Goalie Tom McCollum alles andere als seinen besten Tag. Und im Gegensatz zur Linz-Partie am Vortag (null Strafminuten) machte man die keinesfalls überragenden Gastgeber mit einigen Strafzeiten, die zu zwei Powerplay-Treffern führten, stärker.

ICE Hockey League

Bratislava – HC IBK 5:2 (0:0, 2:2, 3:0)

Tore: Finn (21.), Bubela (33./PP), Buc (41./PP), Chovan (55.), Miklik (59./SH/EN) bzw. Lattner (25., 40./PP).

Dienstag: Villach – KAC, Salzburg - Fehervar (beide 19.15), Bozen – Dornbirn (20.15).

  1. Bozen 11 42:21 28
  2. Graz 15 53:51 28
  3. Fehervar 16 52:55 27
  4. Vienna 13 48:31 26
  5. KAC 15 41:33 26
  6. Salzburg 11 41:28 20
  7. HC IBK 15 47:51 19
  8. Dornbirn 15 42:47 19
  9. Bratislava 15 40:52 17
  10. Villach 14 34:50 13
  11. Linz 16 34:55 11

Bei den Innsbruckern egalisierte mit Jan Lattner am Montag zweimal ein Verteidiger einen Rückstand, im letzten Drittel schwammen den Haien die Felle aber endgültig davon. Von Top-Torjäger Ciampini war da weit und breit keine Spur mehr: Er musste schon nach dem ersten Drittel in der Kabine bleiben, weil er einen Schuss auf den Knöchel bekommen hatte. Cheftrainer Mitch O’Keefe war gezwungen, die Linien umzubauen. Den Vorwärtsgang behielten seine Mannen im überlegen geführten zweiten Drittel dennoch bei. Wie schon gesagt: Die Chancen waren da, was 37 Torschüsse untermauern. Die Scheibe ging auf der falschen Seite rein, den letzten Treffer kassierten die Haie ins verwaiste Gehäuse.

„Wir können der Mannschaft außer der Chancenauswertung keinen Vorwurf machen. Der Goalie von Bratislava (Samuel Baros; Anm.) war sehr stark“, hielt Haie-Co-Trainer Flo Pedevilla vor der langen nächtlichen Heimreise fest.

NHL-Star Michael Raffl läuft heute für den VSV im Kärntner Derby gegen den KAC auf.
© imago

Debüt von Raffl: Die Liga wird am Dienstag beim Kärntner Derby zwischen Villach und dem KAC um eine Attraktion reicher. Michael Raffl darf als Leihspieler für die Adler ran, weil die Spielberechtigung seitens der Philadelphia Flyers eingetroffen ist. Für den NHL-Klub hat der 31-jährige Flügel knapp 500 Partien in der besten Eishockey-Liga der Welt absolviert, die neue Saison startet dort Corona-bedingt verspätet erst am 1. Jänner. Das kurze Engagement von Raffl in Villach soll ca. zwei Wochen dauern.


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