Tanzquartier bringt Livestream von 50-Stunden-Performance

Auch wenn noch nicht klar ist, wie es nach dem 6. Dezember für die Kulturszene weitergeht, probt das Tanzquartier Wien eifrig für kommende Aufführungen. Am Montag veröffentlichte das Tanzquartier sein Programm für Dezember bis Februar, „in der Hoffnung, trotz der aktuell schwierigen Situation möglichst viel davon umsetzen zu können“, wie es in einer Aussendung hieß. Fix stattfinden kann der am Freitag startende Livestream einer 50-Stunden-Performance von Alexander Gottfarb.

erlebbar sein.

Am 8. und 9. Jänner widmet sich Michael Turinsky in seinem neuen Solo „Precarious Moves“ Fragen der Mobilität, der Mobilisierung und des Widerstands. Auch die Coronakrise ist Ausgangspunkt für neue Arbeiten: Der Choreograf Elio Gervasi und die Künstler David Altweger und Mira Loew verweben in „On Abeyance“ (14. bis 16. Jänner) audiovisuelles und dokumentarisches Material, das gemeinsam mit Tänzerinnen und Tänzern aus mehreren Ländern während des Lockdowns im Frühjahr entstand.

Cineast Chris Haring hat für die neue Produktion seiner Compagnie Liquid Loft einen Filmtitel von Kultregisseur Jim Jarmusch gewählt: „Stranger than Paradise“ (28. bis 30. Jänner). Christine Gaigg setzt ihre Serie von Performances zu Sexualität und ihren gesellschaftlichen Bedingungen fort und widmet sich von 11. bis 13. Februar in „Go for it let go“ der weiblichen Ejakulation.

Auch Gastspiele internationaler Künstlerinnen und Künstler sind geplant. In Sorour Darabis Arbeit „Mowgli“ (11./12. Dezember) treffen Tanz, Poesie und Storytelling aufeinander. Am 22. und 23. Jänner zeigt das kanadische Duo Andrew Tay und Stephen Thompson mit „Make Banana Cry“ eine „humorvolle Auseinandersetzung mit asiatischen Stereotypen in der Popkultur“.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jefta van Dinther choreografiert am 19./20. Februar das Solo „Mountains“ für Cullberg-Tänzerin Suelem de Oliveira da Silva. Und am 26./27. Februar wird der zweite Versuch gestartet, die Gruppenarbeit „Le Cercle“ von Nacera Belaza, eine „hybride Choreografie aus Sufismus, Breakdance und der nahezu mathematischen Präzision des Modernismus“, zu präsentieren.

In der Theoriereihe wird unter anderem bereits am 4. Dezember die vom Impulse Theater Festival in Nordrhein-Westfalen herausgegeben herausgegebene Publikation „Lernen aus dem Lockdown? Nachdenken über Freies Theater“ via Zoom vorgestellt. Im Anschluss diskutiert eine Expertenrunde zum Thema.

)


Kommentieren


Schlagworte