Bisher einer von 250 Tests in Annaberg positiv

Wenige Stunden nach Beginn des ersten österreichischen Corona-Massentests in der Salzburger Gemeinde Annaberg-Lungötz haben die Verantwortlichen eine erste zufriedene Zwischenbilanz gezogen. Mit Stand 10.45 Uhr haben sich rund 250 Einheimische zur Abnahme der Probe im Feuerwehrhaus Annaberg eingefunden. Davon sei bisher nur bei einer Person der Test positiv ausgefallen, informierte der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).

Der Betroffene wurde aufgefordert, bis zur neuerlichen Abnahme für einen PCR-Test zuhause zu bleiben. Noch etwas gering war am Vormittag der Anteil der jüngeren Bevölkerung, bei dieser Altersgruppe erwartet man sich dann gegen 18.00 Uhr eine stärkere Teilnahme.

Geholfen habe vor allem, dass die Erfahrungen aus Südtirol in die Planung eingeflossen seien, das ein Massenscreening schon absolviert hat, informierte Landesrettungskommandant Anton Holzer. Es seien sogar Ablaufpläne und Formulare zur Verfügung gestellt worden, die als Vorlage für jene in Salzburg hergenommen wurden. „Das war sehr hilfreich für uns“, sagte der Rettungskommandant.

Annaberg wurde deshalb als Gemeinde für den ersten Massentest in Salzburg ausgewählt, weil sich das Coronavirus dort in den vergangenen Tagen sehr stark verbreitet hat. Das Land Salzburg will bei diesem ersten Screening Erfahrungen für die landesweiten Massentests am 12. und 13. Dezember sammeln.

Laut Haslauer sei das Screening in der kleinen Gemeinde auf zwei Tage aufgeteilt worden, damit man nach dem ersten Tag evaluieren und allenfalls für den zweiten Tag Änderungen vornehmen könne. „Bisher hat aber alles reibungslos funktioniert.“ Er erwartet sich, dass an den beiden Tagen insgesamt 60 Prozent der Bevölkerung zum Test kommen werden, eine Quote, die er auch für das landesweite Screening erhofft. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich der hier funktionierende Ablauf auch bei den landesweiten Tests bewähren wird.“ Der Landeshauptmann kündigte heute auch an, dass es außerdem am 14. Dezember eine Durchtestung der Seniorenheime geben werde, weil es deren Bewohnern nicht zumutbar sei, die Testlokale aufzusuchen.

Für das große Test-Wochenende wird das Rote Kreuz laut Holzer rund 900 Rettungssanitäter benötigen und damit ungefähr ein Drittel der gesamten Mannschaft im Rettungsdienst abstellen. Haslauer erwartet dabei etwa 3.000 bis 4.000 positive Corona-Fälle, die entdeckt werden.

Fest steht seinen Angaben zufolge jetzt auch die finanzielle Abgeltung für das Personal bei den Testungen: Jene Helfer, die die Abstriche vornehmen, sollen 20 Euro pro Stunde steuerfrei erhalten, die Assistenten zehn Euro je Stunde.

„ eintragen, teilte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) der APA mit. Insgesamt werden drei Standorte (Messe Wien, Marx-Halle, Stadthalle) zu Testzentren umfunktioniert.


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