Heeres-Pflegeplan für obersteirisches Heim wegen Covid-19

Das Bundesheer hat einen Pflegeplan für das von Covid-19 schwer getroffene Pflegeheim im steirischen St. Lorenzen im Mürztal erstellt. Zusätzlich zu den elf diplomierten Krankenpflegern - alles Unteroffiziere des Sanitätszentrums Süd - wurde ein Heeresarzt hinzugezogen. Bei der Staatsanwaltschaft Leoben hieß es, man habe den Medien entnommen, dass es eine Sachverhaltsdarstellung der BH zu den Zuständen im Heim gebe. Der zuständige Staatsanwalt bestätigte dies vorerst nicht.

Die Soldaten der ABC-Abwehreinheit, die das gesamte Pflegeheim im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag seit Montag desinfiziert hatten, hätten nun ihre Arbeit beendet und würden abrücken, sagte Oberst Gerhard Schweiger, Pressesprecher des Militärkommandos Steiermark, am Mittwoch. Die Lage sei stabilisiert und beruhigt, meinte der Oberst zur APA. Der Heeresarzt sei zu den militärischen Pflegekräften des Sanitätszentrums in Graz hinzugezogen worden, um eine verstärkte medizinische Betreuung sicherzustellen.

Der Pflegeplan soll eine durchgehende Betreuung sicherstellen, um eine Übergabe an zivile Pflegekräfte sicherzustellen, sobald diese zur Verfügung stünden. Das Heim wird vom Arbeitersamariterbund betrieben. Vom Land Steiermark ist eine Dienstaufsicht gemacht worden, Details dazu gab es vorerst nicht. Von den über 40 Heimbewohnern sollen 39 Personen mit dem Coronavirus infiziert sein. Auch rund Dreiviertel des regulären Pflegepersonals hatten sich infiziert.

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