EU-Diplomat: Brexit-Handelsdeal noch immer in der Schwebe

Eine Handelsvereinbarung zwischen der EU und Großbritannien für die Zeit nach dem endgültigen Brexit ist laut einem ranghohen EU-Diplomaten weiter in der Schwebe. Bei den drei Knackpunkten gebe es laut Chefunterhändler Michel Barnier weiter Differenzen, sagte am Mittwoch der Insider, der anonym bleiben wollte. Er hatte an einem Gespräch Barniers mit den EU-Botschaftern der Mitgliedsländer teilgenommen, das hinter verschlossenen Türen geführt wurde.

Die Verhandlungen zwischen der EU und der Regierung in London über eine Regelung der bilateralen Beziehungen nach dem Brexit waren in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten.

Ein Streitpunkt sind dabei die Fischereirechte vor der britischen Insel. Auch wie nach dem endgültigen britischen EU-Austritt zum Jahresende fairer Wettbewerb hergestellt werden soll, ist offen. Zudem streiten beide Seiten darüber, wie die künftigen Beziehungen reguliert werden sollen.

Kommt es bis Jahresende nicht zu einer Einigung, würde Großbritannien die EU ohne Abkommen verlassen, wobei die Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals wohl schweren Schaden nehmen dürfte. Medienberichten zufolge sind die Verhandlungen in die entscheidende Phase eingetreten, bei denen die Parteien unter möglichst großer Geheimhaltung um eine Lösung ringen. Im Fachjargon wird die Phase „Tunnel“ genannt. Diese Geheimhaltung habe scheinbar nicht funktioniert, kommentierte das Times Radio am Mittwoch, kurz nachdem die Nachricht über den weiter ungewissen Ausgang der Verhandlungen die Runde gemacht hatte.

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