Wintergastgärten jetzt bis 2024 gesichert, Stadtklima im Fokus

Der Straßenraum bei der künftigen Haltestelle „Messe“ wird zur Begegnungszone.
© ÖBB/Sailerbrothers

Zur Unterstützung während der Corona-Pandemie erlaubt die Stadt Innsbruck Gastronomen den Betrieb von (Winter-)Gastgärten auch im Dezember 2020 und Jänner 2021 – sofern es die Corona-Vorgaben zulassen. Gestern hat sich der Stadtsenat nun einstimmig dafür ausgesprochen, dass die elektrische Beheizung der Wintergastgärten auf die Monate Februar, Oktober und November ausgeweitet wird – das gilt für die Gastgartensaisonen 2021 bis 2024. Heizelemente mit fossilen Brennstoffen sind weiterhin untersagt.

Nach einer Grobanalyse hat die Stadt Innsbruck nun auch eine Detailanalyse zum Stadtklima in Auftrag gegeben. Ziel ist es, nötige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel – etwa Begrünungen, weiße Dächer, Baumpflanzungen, Wasserflächen oder Rasengleise für Straßenbahnen – zu prüfen und umzusetzen. Dazu soll auch eine „Planungshinweiskarte“ mit konkreten Empfehlungen erarbeitet werden. Der Stadtsenat beschloss mehrheitlich, den Auftrag an den Bestbieter, die Firma Weatherpark GmbH, zu vergeben. Die Kosten belaufen sich auf ca. 124.000 Euro. Mit der Analyse werde ein Antrag der SPÖ aus 2018 umgesetzt, freut sich StR Elisabeth Mayr.

Für Innsbrucks größtes Wirtschaftsgebiet, die Rossau, soll eine „Standort-offensive“ ausgearbeitet werden – als rund zweijähriger ämterübergreifender Prozess, der im Jänner 2021 startet. Es gehe um eine weitere Aufwertung des Gebiets, in dem ca. 10.000 Erwerbstätige arbeiten, sagt Wirtschaftsstadträtin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck). Durch eine langfristige Entwicklungsstrategie sollen zusätzliche Flächen für Betriebe geschaffen werden – besonders durch Verdichtung –, zum anderen sind Schritte in Richtung eines klimaneutralen Gewerbegebiets geplant, z. B. durch optimierte Verkehrsanbindungen oder begrünte Dachflächen. Die Kosten für Prozessbegleitung und Planung werden auf 200.000 Euro geschätzt.

Der Bau der neuen ÖBB-Haltestelle „Innsbruck-Messe“ schreitet voran. Bei der Neugestaltung des angrenzenden Straßenraums durch die Stadt Innsbruck gehe es nun an die Detailplanung, so Vize-BM Uschi Schwarzl (Grüne). Der gesamte Bereich zwischen der neuen Bahnstation und der Kreuzung zwischen Ing.-Etzel- und Claudiastraße soll zu einer Begegnungszone umgewandelt werden. Der „Etzelpark“ wiederum werd­e – im Zuge des Projekts Cool-INN, das kühle urbane Lebensräume zum Ziel hat – vergrößert, so Schwarzl: Der Abschnitt der Siebererstraße zwischen Claudia- und Ing.-Etzel-Straße wird dem Park „zugeschlagen“. (TT, md)

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