Auch Diplomat aus Estland bei illegaler Party in Brüssel

An der von der Polizei beendeten illegalen Party in Belgiens Hauptstadt Brüssel hat auch ein Diplomat aus Estland teilgenommen. Das Außenamt in Tallinn bestätigte estnischen Medien am Mittwoch, dass der Staatsvertreter nach eigenen Angaben bei der Feier am vergangenen Freitagabend gewesen war und wegen eines Verstoßes gegen Corona-Auflagen festgenommen worden war.

Obgleich der Diplomat als Privatperson an der Versammlung teilgenommen habe, sei es „bedauerlich“, dass die Person nicht die geltenden Beschränkungen in Belgien eingehalten habe, sagte Ministeriumssprecherin Aari Lemmik. Nähere Angaben zu dem Vorfall machte sie nicht.

In Belgien hatte Polizei am Freitagabend eine Party in Brüssel wegen Verstoßes gegen die Corona-Vorschriften aufgelöst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Beamten in einer Wohnung in der Innenstadt rund 20 Menschen angetroffen. Belgischen Medien zufolge handelte es sich um eine Sex-Party.

Der Staatsanwaltschaft zufolge wiesen sich zwei Angetroffene als Diplomaten aus. Dazu kommt noch der von der Polizei nach Hause eskortierte ungarische Europaabgeordnete Jozsef Szajer, der einen Fehltritt einräumte und auf sein EU-Mandat verzichtet.

In Belgien gilt seit dem zweiten Lockdown Ende Oktober eine nächtliche Ausgangssperre. Auch Kontakte sind stark eingeschränkt: Jeder Haushalt darf nur eine Person pro Woche empfangen, bei Alleinstehenden sind es zwei - aber nicht zeitgleich.


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