Schneedecke nach Wintereinbruch in allen Landeshauptstädten

Der Winter hat in ganz Österreich Grüße ausgeschickt. In allen Landeshauptstädten lag am Donnerstag eine Schneedecke, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) berichtete. Das gab es zuletzt am 24. Jänner 2019. Dass es bereits in der ersten Dezemberhälfte in allen Landeshauptstädten weiß war, ist schon acht Jahre her: 2012 von 10. bis 13. Dezember.

In Wien war es im letzten Winter nur am 19. Jänner und 12. Februar 2020 für kurze Zeit weiß. Im Jahr 2018 lag in der Bundeshauptstadt schon am 19. November eine dünne Schneedecke an der ZAMG-Wetterstation auf der Hohen Warte.

In einigen Teilen Österreichs kam es auf den Straßen zu Verkehrsbehinderungen. Auf höher gelegenen Straßen galt - vor allem für Lkw - Schneekettenpflicht. In Kärnten musste in den frühen Morgenstunden die Südautobahn (A2) bei Arnoldstein in Richtung Wien nach einem Lkw-Unfall gesperrt werden, eine Totalsperre gab es auch auf der Möllltal-Bundesstraße bei Kolbnitz (Bezirk Spittal/Drau) wegen hängen gebliebener Lkw. In der Früh musste auch die Tauernautobahn A10 beim Katschbergtunnel in Richtung Villach gesperrt werden, laut Polizei hatte sich ein Unfall ereignet.

In Graz hatten Busse und Straßenbahnen auf allen Linien Verspätungen. Gelegentlich kam es zu Verkehrsunfällen. Auf der A2 rieten Straßendienste und Autofahrerorganisationen zur Vorsicht im Bereich Pack wegen der winterlichen Fahrbahnverhältnisse. In Wernersdorf bei Wies (Bezirk Deutschlandsberg) war auf der L652 ein Pkw auf der schneeglatten Straße umgekippt, die Freiwillige Feuerwehr barg das Fahrzeug.

In Salzburg schneite es erstmals in diesem Winter auch in tiefen Lagen. Die Autofahrer im Land dürfte das allerdings nicht überrascht haben. Wie ein Mitarbeiter des Landesfeuerwehrkommandos in der Früh zur APA sagte, hätten glatte und matschige Straßen zunächst noch zu keinen Einsätzen geführt.

In Niederösterreich standen etwa 1.000 Mitarbeiter des Straßendienstes im Einsatz. Seit den frühen Morgenstunden aufgeboten waren zudem 370 eigene Räum- und Streufahrzeuge sowie 280 angemietete, berichtete der Landespressedienst. Schneefälle gab es im Most-, Wald- und südlichen Industrieviertel. Im östlichen Weinviertel und im Wiener Becken ging der Niederschlag in Form von gefrierendem Regen nieder.

Tiefdruckgebiete über Oberitalien prägen derzeit das Wetter in Österreich. Das erste Tiefdruckgebiet hat, wie erwartet, Neuschnee, aber keine großen Mengen gebracht. Von Mittwoch auf Donnerstag hat es zum Beispiel in Lienz und in Mallnitz 16 Zentimeter geschneit, in St. Michael im Lungau 13 Zentimeter, in Graz neun und in St. Johann im Pongau fünf Zentimeter. Im Laufe des Donnerstags zieht das Tief ab und der Schneefall klingt überall ab.

Das zweite Italien-Tief wird laut ZAMG deutlich intensiver ausfallen. Es steuert vom Mittelmeer feuchte und etwas mildere Luft nach Österreich. An der Südseite der Alpen schneit und regnet es von Freitag bis Sonntag ohne größere Pausen, so die Prognose.

Sehr große Niederschlagsmengen kommen dabei in Oberkärnten und in Osttirol sowie im Bereich des Tiroler Alpenhauptkamms zusammen. Hier fallen von Freitag bis Sonntag auf den Bergen ein bis zwei Meter Neuschnee. Vereinzelt auch mehr und der Föhnsturm führt zu starken Schneeverwehungen. Damit steigt die Lawinengefahr. Am Montag sollten Regen und Schneefall in ganz Österreich deutlich nachlassen oder überhaupt abklingen. Die weitere Entwicklung ist noch sehr unsicher, so die ZAMG.


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