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Hapimag-Aktien: Ein ziemlich eigenartiges Modell

Die Hapimag-Aktionärsvertretung kritisiert die Geldverschwendung der vergangenen Jahre. Ab 2021 soll eine Plattform den Verkauf der Aktien erleichtern, die viele gerne loshaben wollen.

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Fernweh machte Reisefreudige vor einigen Jahrzehnten zu Aktionären. Heute wollen viele Hapimag-Mitglieder aussteigen, finden aber keine Abnehmer für ihre Anteile.
© iStockphoto

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Der „Fall für Motz“ über das Timesharing-Urlaubsmodell Hapimag brachte zahlreiche Leser dazu, uns ihre Erfahrungen zu schildern. Viele Mitglieder, die vor Jahren Aktien erworben haben, möchten diese wieder verkaufen, aber das ist nicht so einfach, will man sie nicht zum Schleuderpreis hergeben. Besonders Ältere, die nicht mehr so viel reisen wollen wie früher, suchen Rat.

„Auch ich kann ein Lied über Hapimag-Aktien singen“, schreibt eine Tirolerin. „Wir erstanden vor vielen Jahren drei Aktien und nützten die Möglichkeiten etliche Male. Dabei war aber immer die Schwierigkeit, schnell genug in das Buchungsportal zu kommen, um eventuelle Ferien­zeiten zu berücksichtigen.“ Mit den zumindest anfangs in den 90er-Jahren gediegenen Resorts war sie immer zufrieden. „Nun sind wir in die Jahre gekommen, beide Pensionisten, und nicht mehr physisch und monetär in der Lage, den hohen Mitgliedsbeitrag und auch die Reisekosten zu den weit entfernten Destinationen zu stemmen.“ Deshalb wollten sie verkaufen – zuerst an Hapimag, „aber das war aussichtslos, denn viele Aktionäre hatten die gleiche Idee“. Nur privat wäre es um einen Pappenstiel möglich gewesen.


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