Die Zukunft beginnt nach Corona: Umsetzung von Zentrum in Söll stockt

Die Umsetzung des Zukunftszentrums Söll stockt wegen der Pandemie. Initiator Vize-BM Wolfgang Knabl will aber bis Sommer einen Verein gründen.

Das Sonnendorf Söll soll eines Tages ein Standort für ein Zukunftszentrum für den Alpenraum werden.
© Reiter/Felbert/TVB

Von Wolfgang Otter

Söll – Es soll ein „Zentrum werden, in dem die Herausforderungen des Alpenraums, innovative Ideen der ländlichen Entwicklung sowie das Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur, zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz und auch zwischen Kultur, Ökonomie und Ökologie thematisiert, verstanden und gestaltet werden“, dieser ehrgeizige Plan steht laut der Homepage hinter dem Science Center Söll.

Vize-BM Wolfgang Knabl ist die treibende Kraft dahinter. Er hatte schon lange die Idee für eine derartige Einrichtung. Im Zuge des Projekts „Lebensqualität am Wilden Kaiser. Welcher Tourismus nützt allen?“ des TVB Wilder Kaiser habe es die Ini­tialzündung dazu gegeben. „Besonders die Frage des Klimaschutzes und Klimawandels kann hier erforscht werden“, sagt Knabl zur TT. Das Zentrum steht auf drei Beinen: Ausstellungen, Workshops und Seminare sowie Forschung. Für Letzteres gibt es großes Interesse von verschiedensten Universitäten im In- und Ausland, mit denen Knabl in Verbindung ist. Für ihn ist das Söllandl als Standort besonders spannend. „Hier ist eine Gegend, in der zum einen intensive touristische Nutzung und auf der anderen Seite das Naturschutzgebiet Wilder Kaiser aufeinanderprallen“, erklärt Knabl. Wobei Ausstellungen nicht auf einen Ort begrenzt sein müssen. Der Kommunalpolitiker denkt an die Aufteilung auf die Söllandler Gemeinden sowie Berg und Tal.

Corona bremst jetzt jedoch den Schwung des Söller Vizebürgermeisters bei der Umsetzung. Zuletzt, berichtet er, gab es nicht nur eine Diskussion darüber, wie lange das Projekt durch die Pandemie ins Stocken kommt, sondern ob derartige Zentren überhaupt noch eine Zukunft haben. Fragen, die noch offen sind und im Zuge der weiteren Entwicklung beantwortet werden können.

Trotzdem will Knabl bis Sommer 2021 einen Verein für die Umsetzung auf die Beine stellen und letzte Entscheidungen treffen. Dazu gehört auch, ob man ein bestehendes Gebäude für das Science Center verwendet oder ein neues baut. Vorgabe sei, dass die Kosten für die vier Gemeinden bei null liegen, auch Erhaltungskosten sollten keine anfallen. Hauptsächlich werde man daher auf die diversen Fördertöpfe bei der Europäischen Union und beim Bund angewiesen sein.

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