Adventzeit in Tirol: Lichter in der dunkelsten Zeit

Noch zehn Tage bis zur Heiligen Nacht. In den Tiroler Gemeinden setzt man in der heuer erforderlichen Abstinenz von Weihnachtsmärkten verstärkt auf Lichtkonzepte – und so manch ruhige Beschaulichkeit.

Licht und Wärme sind heuer die Schlagworte in den Tiroler Gemeinden. Etwa so wie in Seefeld mit dem beleuchteten Glockenturm ...
© Advent in Tirol

Innsbruck –Es ist heuer schon eine ungewohnt „stade Zeit“, wie sie so manch einer noch von früher oder aus Erzählungen kennt. Und auch mit dem gelockerten Lockdown sind Traditionen wie Weihnachtsmärkte, Anklöpflerbesuche oder Krippeleschaug’n in den Nachbarhäusern heuer abgesagt. Dennoch herrscht landauf, landab reges Bemühen, Adventstimmung zu schaffen. Das Schlagwort heißt heuer vielfach, Licht und Wärme in die Tiroler Dörfer und Städte zu bringen. Daneben gibt es in vielen Orten diverse Krippenpfade oder Adventfenster, die bewundert werden können. Hier ein kleiner Spaziergang:

... oder beim Spaziergang über den Krippenpfad durch Imst.
© Lugger

Bekannt sind die neun Partner der Plattform „Advent in Tirol“ mit Innsbruck, Hall, Rattenberg, der Achenseeregion, St. Johann in Tirol, Kitzbühel, Seefeld und Lienz. Wärme und Licht sind an allen Standorten angesagt, daneben gibt es auch Besonderes wie den projizierten Adventkalender am Oberen Stadtplatz Hall. Am Achensee wartet ein Christbaumwald, in Kufstein thront eine beleuchtete Festung über der Stadt. St. Johann liefert das „Adventprogramm für dahoam“ vor die Haustüre, Kitzbühel macht sich zur Stadt der Engel. Seefeld präsentiert sein Advent-Wahrzeichen: den Glockenturm und den übergroßen Adventkranz samt Adventweg. In Lienz präsentiert sich der Adventmarkt digital und die Liebburg erstrahlt einmal mehr täglich als Kunstadventkalender.

So schön wie heuer sei die Festung selten geschmückt gewesen, meint Emanuel Präauer, Geschäftsführer der Festung Kufstein GmbH. Im Lockdown habe man sehr viel Zeit gehabt. Die Festung in Weihnachtsoptik genießen kann man täglich von 11 bis 15 Uhr. Jeden Mittwoch, Donnerstag und Samstag werden die Gassen mit weihnachtlicher Musik und Anekdoten aus einem eigens organisierten „Weihnachtsradio“ beschallt.

Mit viel Kreativität wurden Aktionen für einen besinnlichen und ruhigen Advent in Wörgl umgesetzt. Durch die tatkräftige Unterstützung fleißiger Kinderhändchen verwandelte sich ein Leerstand in der Wörgler Bahnhofstraße in ein magisches Weihnachtsschaufenster. Dazwischen erstrahlt die Stadt im Schein der Weihnachtsbeleuchtung.

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Wörgl setzt mit seiner hell strahlenden Stadt ebenfalls auf Licht.
© Ringler

Auch in Schwaz wurde heuer noch mehr in Beleuchtung investiert, vor allem der gerade eröffnete Maximilianplatz am Innenhof der Bezirkshauptmannschaft erstrahlt in neuem Lichterglanz. „Dort haben wir den Turm in Szene gesetzt“, sagt Stadtmarketing-Chef Manfred Berkmann.

Besonders beliebt ist das vorweihnachtliche Krippenschauen. Im Hochtal der Wildschönau etwa sind die lebensgroßen Krippen das Herzstück, wobei es mittlerweile in jedem der vier Ortsteile Niederau, Oberau, Auffach und Thierberg eine eigene gibt. Der Krippenverein Telfs setzt heuer auf eine Freiluft-„Krippenstraße“ im Ortskern (nachdem die Ausstellung im Kranewitterstadl ausfallen muss): In diversen Schaufenstern der Begegnungszone im Unter- und Obermarkt sowie in der Bahnhofstraße werden orientalische und heimatliche Krippen ausgestellt, auch am Wallnöfer-Platz baut man rund um die Holzkrippe der heimischen Künstlerin Helga Simmerle eine Krippenstation auf. Nicht minder bekannt ist der Imster Krippenpfad mit seinen 35 Krippen auf dem verschlungenen Weg durch die Imster Oberstadt. Stolz sind auch die Bichlbacher auf ihre neue Dorfkrippe, die heuer um eine Figur erweitert wird.

Und so erhellen doch einige wärmende Lichter die dunkelste Zeit des Jahres. (TT)


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