Längenfeld und Haiming setzen bei neuen Wohnanlagen auf Betreubarkeit

Bauträger und Gemeinden errichten Anlagen, die sowohl als Starterwohnungen als auch für rüstige Senioren geeignet sind: Das Modell macht Schule.

In unmittelbarer Nähe des Wohn- und Pflegeheimes St. Josef in Längenfeld entsteht „betreubares“ Wohnen.
© Parth

Längenfeld, Haiming – Zwei der einwohnerstärksten Gemeinden im Bezirk Imst engagieren sich aktuell im Bereich „betreubares“ Wohnen. Interessant ist das betreubare Wohnen, wo agile Senioren selbstbestimmt leben und sich gewünschte Leistungen zukaufen können, allemal. Das erklären die beiden Bürgervertreter GR Elisabeth Plevka aus Längenfeld und GR Bernhard Zolitsch aus Haiming unisono.

Der große Vorteil liege darin, dass nicht nur Senioren in derartigen Anlagen unterkommen. Speziell bei jungen Menschen sind so genannte „Starterwohnungen“ stark nachgefragt. „Wenn wir als Gemeinde 39 Wohneinheiten vergeben können, so erfolgt das nach einem Punkte-Katalog an Einheimische. Ob allein oder zu zweit, mit oder ohne Kind: Die Wohnbedürfnisse sind verschieden. Da spielt die Flexibilität eine große Rolle. Gerade für junge Menschen kann sich die Lebenssituation rasch ändern“, zeigt GR Plevka auf.

Franz Mariacher von der Tigewosi sieht den Angebotsvorteil auch darin, dass die Plätze in Seniorenheimen stark begrenzt sind: „Eine Entlastung durch betreubares Wohnen ist in jedem Fall von Vorteil.“ NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner verweist auf die 18 Wohneinheiten, die in Haiming in Bau sind und bestätigt: „Wir stellen eine steigende Nachfrage seitens der Tiroler Gemeinden fest.“ Besonders die „sehr preisgünstigen Mieten“ und die barrierefreie Ausführung seien ein Argument.

Christian Nigg von der WE-Tirol verweist auf die Lage der „betreubaren“ Wohnanlagen. Die meisten Modelle befänden sich leicht erreichbar in den Ortszentren, damit sei auch die Selbstversorgung durch die Bewohner gewährleistet. (top)

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