Flüchtlingshelferin in Moria bekommt Unterstützung aus dem Außerfern

Judith Pamminger ist Flüchtlingshelferin auf Lesbos. Im Flüchtlingslager Moria versucht sie zu helfen wo sie kann. Die Umstände sind „unerträglich" und auch stark von der Corona-Krise betroffen. Unterstützung kommt aus dem Außerfern, wo sich viele Menschen an einer Aktion beteiligen.

Judith Pamminger versucht, auf Lesbos zu helfen, wo sie kann. Unterstützung kommt aus dem Außerfern.
© Pamminger

Reutte, Moria – Von „unerträglichen Lebensbedingungen“ berichtet Flüchtlingshelferin Judith Pamminger in einem Bericht an die Außerferner Initiative „Hoffnung für Flüchtlinge“. Im September hatte sie bei einem Vortrag in Breitenwang bereits von den Zuständen im Flüchtlingslager Moria berichtet. Diese hätten sich in den letzten Monaten nicht gebessert – im Gegenteil.

„Die Situation auf der Insel ist im Vergleich zum letzten Jahr sehr viel komplizierter und die Lebensbedingungen für die rund 8000 geflüchteten Menschen auf Lesbos sind noch schlimmer als davor“, schreibt Pamminger und fügt hinzu: „Viele essenzielle Sachen können wir nicht ermöglichen, wie etwa den Zugang zu Sanitäranlagen, was sehr frustrierend ist. Die Lebensbedingungen sind einfach unerträglich. Alle müssen in dünnen, instabilen Sommerzelten leben, die weder einen Boden haben noch wasserdicht sind.“

Der Corona-Lockdown erschwert die Situation. Der Außerferner Initiative „Hoffnung für Flüchtlinge“ sind daheim die Hände gebunden – fast.

Bisher wurden zirka 12.000 Euro an Spenden gesammelt, allein 2500 davon gingen im Zusammenhang mit der Beerdigung des Steeger Pfarrers Karlheinz Baumgartner ein. „Damit das Geld auch ,arbeitet‘, haben wir 6000 Euro an die Medical Volunteers, 3000 an das Lava-Projekt (Wäsche waschen) und 3000 an ,Home for all‘ (Küchendienste) überwiesen“, lassen die Gründer der Initiative wissen. Sobald es Corona-bedingt wieder möglich ist, sind öffentlichkeitswirksame Aktionen geplant. (fasi)


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