Briten wollen ab Dienstag gegen Coronavirus impfen

Nachdem die ersten Impfdosen in Großbritannien eingetroffen sind, will der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) am kommenden Dienstag mit dem Impfen beginnen. Das sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson am Freitag im BBC-Fernsehen. Premierminister Boris Johnson sprach von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens.

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Mittwoch dem Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das den Impfstoff zur breiteren Anwendung freigegeben hat.

Bereits in der kommenden Woche sollen 800.000 Impfdosen zur Verfügung stehen. Millionen weitere sollen bis Jahresende hinzukommen. Mit dem größten Teil der insgesamt 40 Millionen bestellten Impfdosen werde in der ersten Jahreshälfte 2021 gerechnet, sagte ein Regierungssprecher.

Großbritannien gehört zu den Ländern, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind. Nach offiziellen Angaben der Regierung sind inzwischen mehr als 60.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen.

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In Litauen erreichte die Zahl der Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Höchststand. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius wurden in dem baltischen EU-Land am Freitag 2.514 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet - nach 2.450 Fällen am Vortag.

Zur Eindämmung der Pandemie hat die Regierung strikte Corona-Schutzmaßnahmen verhängt. So wurde der Anfang November verhängte Teil-Lockdown bereits bis kurz vor Weihnachten verlängert. Auch gilt eine Maskenpflicht und es dürfen nicht mehr als zwei Leute im öffentlichen Raum zusammen sein.

In Tschechien begannen großangelegte Corona-Schnelltests für Lehrer und Erzieher. Das Interesse an dem kostenlosen, aber nicht verpflichtenden Angebot war zum Beginn am Freitag geringer als erwartet. Die Aktion dient auch als Vorlauf für die geplanten freiwilligen Massentests für alle Bürger vor Weihnachten, die am 18. Dezember beginnen sollen.

Das Land, das stark von der zweiten Corona-Welle betroffen war, lockert die Schutzmaßnahmen inzwischen schrittweise wieder. Nach einem komplizierten Schema haben derzeit manche Jahrgangsstufen Präsenz- und andere Distanzunterricht. Teilweise findet beides im wöchentlichen Wechsel statt.

Am Freitag meldeten die Behörden 4.624 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Es gab seit Beginn der Pandemie 537.663 bestätigte Infektionen und 8.641 Todesfälle. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul müssen Supermärkte, Kaufhäuser, Kinos, Freizeitparks und weitere Einrichtungen wegen der steigenden Anzahl an Corona-Infektionen früher ihre Türen schließen als gewöhnlich. Der geschäftsführende Bürgermeister der Zehn-Millionen-Metropole, Seo Jeong Hyup, kündigte am Freitag eine Verschärfung der Beschränkungen an. Die Anordnung trete am Samstag in Kraft und gelte zwei Wochen.


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