ÖSV-Biathleten vor Hochfilzen noch ohne Einzel-Spitzenplatz

Das österreichische Biathlon-Team kommt ohne Top-Ten-Platz von den acht Kontiolahti-Einzelrennen zum Heimweltcup-Doppel nach Hochfilzen. Zum Abschluss des zweiwöchigen Auftakts in Finnland war am Sonntag in der Frauen-Verfolgung Lisa Hauser als 15. die beste Österreicherin. In der Männerstaffel belegte das rot-weiß-rote Quartett Rang sechs. Die Siege gingen an Norwegen, Tiril Eckhoff gewann das Jagdrennen. Johannes Bö und Co. triumphierten in der Staffel.

Die schlecht in die Saison gestartete Eckhoff feierte nach starker Aufholjagd von Startplatz acht aus ohne Fehlschuss ihren ersten Saisonerfolg. Die 30-Jährige gewann überlegen vor ihrer Landsfrau Marte Olsbu Röiseland (2 Strafrunden) und Sprintsiegerin Hanna Öberg (3) aus Schweden.

Hauser machte von der 43. Stelle 28 Positionen gut, zwei Strafrunden verhinderten aber einen möglichen Top-Ten-Platz. Julia Schwaiger unterliefen drei Fehlschüsse, das warf sie vom aussichtsreichen zwölften Startplatz auf Endrang 25 zurück. Dunja Zdouc belegte Rang 28. Katharina Innerhofer kam nach sieben verfehlten Scheiben nicht über Platz 47 hinaus.

In der Männerstaffel war der Rückstand auf einen Podestplatz für David Komatz, Simon Eder, Felix Leitner und Julian Eberhard auch ohne Strafrunde mit 55 Sekunden deutlich. Komatz und Eder kamen mit guten Schießleistungen jeweils als Sechste durch und nach dem fehlerfreien Liegendanschlag von Leitner waren die Österreicher sogar Vierte. Dreimaliges Nachladen des Tirolers im Stehendschießen, das rund 20 Sekunden kostete, sowie insgesamt vier Fehlschüsse von Eberhard, der am Ende riskierte, kosteten das ÖSV-Team aber wieder zwei Positionen.

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„Der sechste Platz war vor dem Rennen unser Ziel und das konnten wir erreichen“, meinte Eberhard. Seine eigene Leistung sei „absolut okay“ gewesen. „Ich habe vor allem beim Stehendschießen versucht, mit etwas mehr Risiko einen Schritt nach vorne zu machen. Das hat zwar nicht ganz funktioniert, ich konnte aber trotzdem alle Scheiben abarbeiten. Läuferisch habe ich mich sehr gut gefühlt“, resümierte der Pinzgauer. Die Österreicher haben auf den kommenden zwei Stationen in Hochfilzen ab Freitag Heimvorteil.

Die drei Saisonsieger Sturla Holm Laegreid, Tarjei Bö und Johannes Thingnes Bö setzten sich gemeinsam mit Vetle Sjaastad Christiansen 39,2 Sekunden vor Schweden durch. Deutschland belegte Rang drei. Weltmeister Frankreich musste sich nach drei Strafrunden von Startläufer Emilien Jacquelin mit dem achten Rang begnügen.


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