Haie defensiv neben der Spur: 5:2-Niederlage gegen Südtirol

Nach einem katastrophalen ersten Drittel, das gleichzeitig den Endstand (2:5) bedeutete, standen die Innsbrucker Haie gegen Bozen auf verlorenem Posten.

Die Haie verloren gegen Bozen insbesondere im ersten Drittel völlig den Überblick – Goalie Tom McCollum musste in den ersten 20 Minuten fünf Mal hinter sich greifen.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck – Es wird ja im Eishockey oft über die Torhüter geschumpfen. Und auch wenn Haie-Keeper Tom McCollum am Dienstag beim 0:1 nach nur 17 Sekunden mitbeteilgt war, im Endeffekt war er aber sprichwörtlich die „ärmste Sau“. Denn was seine Vordermänner im ersten Drittel gegen den Tabellenführer aus Südtirol inszenierten, war grob fahrlässig.

Nach exakt 137 Sekunden stand es schon 0:2. Denn Hausherren gelang es in den ersten 20 Minuten zwar zweimal auf 1:2 und 2:3 zu verkürzen, aber nach dem zweiten eigenen Treffer kassierten die Haie vom Bully weg und nur fünf (!) Sekunden später das 2:4. Der HC Bozen, bei dem Back-Up-Goalie Justin Fazio im Tor stand, nutzte die riesengroßen Freiheiten vor McCollum noch zu einem fünften Treffer und insgesamt 20 Torschüssen im ersten Abschnitt. Die fast logische Reaktion, wenn man sich im Mannschaftssport so alleine gelassen fühlt? McCollum zetrümmerte am Weg in die Kabine seinen Schläger und wurde im zweiten Drittel durch Rene Swette ersetzt.

Die Haie erinnerten sich jetzt offenbar daran, dass Bozen sehr gut kombiniert, viel schießt und auch auf Rebounds lauert. Denn das von Swette gehütete Gehäuse wurde nun kollektiv weit besser geschützt. Im Vorwärtsgang fand die Paradelinie um Daniele Ciampini (gab sein Comeback), Braden Christoffer und Deven Sideroff gute Gelegenheiten vor, ein weiteres Mal zu verkürzen, Colton Saucerman scheiterte zudem an der Querlatte und ein Haie-Tor wurde nach Videobeweis kurz vor der zweiten Drittelsirene nicht gegeben.

Swette durfte sich über ein 40-minütiges Shut-Out freuen. Der HC Bozen spielte dieZeit aber letztlich routiniert herunter. Für die Haie geht es schon morgen (19.15 Uhr) in der Tiwag-Arena gegen Linz weiter. Und da steht man dann in der Pflicht.


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