Innsbrucker Volleyball-Derby blieb auch ohne Fans ein Krimi

Eine 2:0-Führung für die TI-volley, aber ein 3:2-Sieg für den VC Tirol: Das 55. Tiroler Damenvolleyball-Derby am Dienstagabend hatte es in sich.

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Die TI-Damen (Braedyn Tutton, Martyna Walter) blockten, aber Natasha Calkins (VCT) schlug sich durch.
© Michael Kristen

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Corona hin oder her – die Tiroler Bundesliga-Volleyballerinnen bewiesen am Dienstag, dass ihr Derby auch in speziellen Zeiten nicht weniger spannend ist – selbst vor leeren Rängen in der USI-Halle. 1:58 Stunden matchten sich TI-abc-fliesen-volley und der VC Tirol gestern. Mit Szenen wie diesen:

Beide Teams lagen im ersten Satz bei 17:17 gleichauf, dann zog die TI vier Punkte in Folge davon, benötigte aber doch vier Satzbälle, um auf 25:22 und 1:0 zu stellen. In Durchgang zwei raste die TI wieder vier Zähler voraus, ehe doch der 14:14-Ausgleich erfolgte und man erneut das bessere Finale erwischte – zum 25:23. In Satz drei lag der VCT bereits fünf Zähler zurück, drehte aber zum 18:18 und damit die Partie: Satzball drei saß – 2:1. Dann war VCT-Angreiferin Natasha Calkins nicht mehr zu bremsen: Insgesamt 25 (!) Scorer-Punkte sollten am Ende auf ihr Konto gehen – zuletzt beim überraschenden 3:2-Sieg gegen Linz waren es „nur“ 24 gewesen.

Der VCT bestimmte Satz vier und doch war es die TI, die sich einen Matchball holte – den aber nicht verwertete. „Punkte, die man nicht macht, bekommt man – eine alte, bittere Weisheit“, sagte TI-Coach Roe Hernandez später. Die VCT-Frauen ließen indes kaum mehr etwas aus, verwerteten den dritten Satzball und holten sich nach 8:8 im fünften Durchgang auch diesen – und feierten im Reigen ein 3:2 im 55. Derby.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, sie hat gekämpft und alles gegeben“, freute sich VCT-Coach Facundo Morando. Und auch Obfrau Therese Achammer, deren Gesundheit von den jüngsten 3:2-Erfolgen beflügelt worden zu sein scheint – symptomlos trotz positiven Corona-Befunds.

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