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Melzer mahnt: „Schaden für die Kinder ist jetzt schon riesengroß“

Vom Endspiel der ATP-Finals zum ÖTV-Sportdirektor: Im TT-Interview spricht Jürgen Melzer über Corona-Sorgen, Tennis-Jugend und Einigkeit.

Bei den ATP Finales mussten sich Edouard Roger-Vasselin und Jürgen Melzer erst im Endspiel geschlagen geben. Vielleicht war es das letzte Match des Österreichers auf der Tour.
© GLYN KIRK

Herr Melzer, nach dem verlorenen Endspiel der ATP-Finals in London flossen bei Ihrem Doppel-Partner Edouard Roger-Vasselin die Tränen, weil er nach Monaten des „Durchspielens“ wieder seine Kinder sehen kann. Wie emotional war Ihre Rückkehr zu Frau und Kind (Sohn Noel/3, Anm.)?

Jürgen Melzer: Es war extrem schön, wieder daheim zu sein. Es waren sehr, sehr lange Wochen am Ende des Jahres, die wir für die Qualifikation in London gespielt habe. Ich weiß nicht, ob ich jemals in meiner Karriere so viele Turniere hintereinander gespielt habe. Wenn so etwas vorbei ist und du endlich wieder bei der Familie bist, ist das einfach unglaublich.

Sie haben entschieden, Ihre Karriere zu beenden, und arbeiten ab Februar 2021 als ÖTV-Sportdirektor. War nach der intensiven Phase Zeit zum Abschalten?

Jürgen Melzer: Nicht wirklich, das kommt erst später. Ich bin direkt von London zurück und da gab es gleich die ersten Sitzungen mit dem Verband. Das Sportkonzept gehört entwickelt, das war ein nahtloser Übergang. Aber das Lässige daran ist, dass ich jeden Abend daheim ins Bett gefallen bin. Ich war zuhause, habe den Kleinen vom Kindergarten abgeholt. Das sind Dinge, die mir wichtig sind.

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