Heftige Schneefälle in Teilen Österreichs

In Teilen Österreichs ist es wegen heftiger Schneefälle zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen gekommen. In Kärnten waren zahlreiche Straßen gesperrt - entweder wegen Lawinengefahr oder wegen umgestürzter Bäume. 4.000 Haushalte waren ohne Strom. Auch in der Steiermark führte der patzige Schnee zu Problemen bei der Stromversorgung. In Osttirol waren 2.500 Haushalte ohne Strom, in Nordtirol konnten alle Störungen behoben werden. Ab Donnerstag bessert sich die Wetterlage.

Im Vergleich zu den vergangenen Tagen, als vor allem Oberkärnten von Stromausfällen betroffen war, zeigte sich am Mittwoch ein „vollkommen verändertes Bild“, teilte Kelag-Sprecher Josef Stocker mit: „Wir verzeichnen Störungen in den Bezirken Villach-Land, Feldkirchen, St. Veit an der Glan und Klagenfurt-Land sowie noch einige in Oberkärnten.“ Die Lage sei „dynamisch“, jüngst seien Störungen dazugekommen und es war auch nicht ausschließen, dass noch weitere folgen werden. Die Stadt Villach sperrte alle Parkanlagen und Friedhöfe, in Oberkärnten blieben Schulen geschlossen. Wegen des Schneefalls kam es auch zu zahreichen Verkehrsunfällen.

In der Steiermark meldete der Landesenergieversorger mehr als 70 ausgefallene Trafostationen im Süden und im Westen des Bundeslandes. Rund 2.600 Haushalte waren daher in der Früh ohne Strom. Alle verfügbaren Kräfte seien im Einsatz, um die Stromversorgung möglichst rasch wiederherzustellen, postete Energie Steiermark auf Facebook.

Während die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck nur ein wenig vom Schnee angezuckert ist, legte Frau Holle in Osttirol nach den heftigen Schneefällen noch einmal kräftig nach. In der Nacht kamen 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee dazu. In Anbetracht der vorherigen Niederschlagsmengen sei das schon „extrem“, hieß es von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Dies zeigte sich auch bei der Stromversorgung. In Osttirol waren noch 2.500 Haushalte ohne Strom, in Nordtirol konnten alle Störungen behoben werden, sagte Christian Ammer von der Tinetz. Dies sei allerdings nur eine „Momentaufnahme“, betonte er.

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In Osttirol würden die größten Herausforderungen in der Erreichbarkeit der Störstellen liegen. Immer wieder würden etwa Bäume auf Leitungen stürzen, die Einsatzkräfte „stehen bis zu den Schultern im Schnee“, berichtete Ammer.

Auch auf den Straßen waren die Auswirkungen ebenso weiter deutlich zu spüren. Zahlreiche Bundes- und Landesstraßen waren noch gesperrt. In Südtirol zeigte sich indes ein ähnliches Bild. Mittwochfrüh waren 2.300 Haushalte ohne Strom, die Feuerwehren absolvierten während der Nacht 150 Einsätze.

„Ab Donnerstag beruhigt sich die Schneesituation nachhaltig“, prognostizierte die ZAMG. Bis zumindest Anfang nächster Woche sei dann im Süden Österreichs kein starker Niederschlag mehr in Sicht. „Der Schneefall in Osttirol und in Kärnten wird am Mittwoch im Laufe des Nachmittags schwächer und klingt spätestens in der Nacht auf Donnerstag völlig ab“, sagte Stefan Kiesenhofer von der ZAMG. „Der teils kräftige Schneefall und Regen in der Steiermark und im Südburgenland hält am Mittwoch hingegen noch an und breitet sich allmählich auch auf Niederösterreich, das Nordburgenland und Wien aus.“


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