Unabhängiger Bauernverband Tirol kämpft für faire Preise

Der Unabhängige Bauernverband Tirol will die Agrarpolitik im Land aufmischen und sich vor allem für faire Preise einsetzen.

Symbolfoto.
© APA (Gindl)

Von Eva-Maria Fankhauser

Strass im Zillertal – Neue Wege in die Agrarpolitik ebnen – das ist das Ziel des so genannten Unabhängigen Bauernverbandes (UBV). Bereits seit Jahren sind die Vertreter in den Bundesländern Salzburg, Steiermark und Ober- sowie Niederösterreich sehr aktiv. Seit Kurzem gibt es nun auch in Tirol eine Gruppierung.

Rund 250 Interessierte füttert Landesobmann Alfred Enthofer aus Strass mit Infos. „Wir bekommen jede Menge gute Reaktionen auf die Gründung und die Leute sind begeistert von unserem Vorhaben“, sagt Enthofer im TT-Gespräch.

Er hat den Tiroler UBV quasi ins Leben gerufen und das aus gutem Grund, wie er findet: „Derzeit ist das hierzulande eine reine Alleinherrschaft des Bauernbundes. Und ich finde, es ist an der Zeit, dazu endlich eine Alternative zu bieten. Eine, die ohne parteipolitischen Hintergrund und Gedanken agiert.“

Wirtschaft und Landwirtschaft gehört zusammen

Denn das ist es, was ihn, aber auch viele andere massiv störe. Sie haben das Gefühl, dass teils andere Interessen vorgingen. „Wirtschaft und Landwirtschaft gehören zusammen. Aber die Vorteile liegen irgendwie ständig auf der Wirtschaftsseite anstatt bei den Landwirten“, bemängelt Enthofer.

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Das vorrangige Ziel des UBV Tirol sollen faire Rahmenbedingungen am Markt für Lebensmittel, Holz und andere bäuerliche Erzeugnisse sein. „Wir wollen für unsere Produkte einen anständigen Preis bekommen“, fordert Enthofer. Dafür wolle man alle Hebel in Bewegung setzen.

Um gehört zu werden, will der Tiroler Verband im März 2021 bei den Landwirtschaftskammerwahlen teilnehmen. „Wir werden da sicher nicht gleich Bäume ausreißen können, aber wenn wir es nicht versuchen, passiert wieder sechs Jahre lang nichts“, sagt Enthofer.


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