Brückenschlag mit Weitsicht: Neue Hänge­brücke über Schlucht im Kaunertal

Im Frühjahr 2021 wird ein Rundwanderweg durch die Verpeilschlucht eröffnet.

Eine neue Hängebrücke verbindet die Verpeilschlucht. Die Konstruktion musste mit dem Hubschrauber angeliefert werden.
© HTB

Kaunertal – Sie ist 33 Meter lang, 35 Meter hoch und die neueste Attraktion im Kaunertal. Vier Monate haben die Arbeiten mit Anfertigung, Felssicherungsmaßnahmen und Befestigung gedauert – seit Kurzem spannt sich eine Hänge­brücke über die Verpeilschlucht.

Die Konstruktion wurde mit dem Hubschrauber angeliefert und spann sich nun 35 Meter hoch über dem Verpeilbach, der sich dort in den steilen Fels geschnitten hat.

„Neben den außergewöhnlichen Geländeverhältnissen war die Gewährleistung der Arbeitssicherheit die größte Herausforderung“, schildert der zuständige HTB-Bauleiter Philipp Auer die Herausforderungen der Baustelle.

Kaunertal Tourismus hat mehrere Jahre um die Genehmigung des Projekts gerungen. Ziel war, die Verpeilschlucht mit dem spektakulären Wasserfall für Wanderer begehbar zu machen. 2019 bekam man dann grünes Licht seitens der Behörden. Bis 2021 soll das mit einem Rundwanderweg gelingen, der in unmittelbarer Ortsnähe startet. Termin für die Eröffnung der Attraktion ist im Juni.

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In diesem Herbst haben die Arbeiter des Tourismusverbandes und der Gemeinde bereits einen Verbindungsweg von der Hängebrücke hinauf zum bestehenden Verpeil-Forstweg gebaut. Über den Winter werden nun auch die Stahlteile für die Treppen, auf denen die Besucher künftig entlang der Schlucht wandern können, gefertigt.

Für TVB-Geschäftsführerin Michaela Gasser-Mark ist es ein Projekt für die Zeit nach Corona: „Naturnahe und saisonübergreifende Angebote sind die Zukunft. Wir möchten unsere faszinierende Berg- und Tallandschaft für Gäste auf einfache Weise erlebbar machen“, betont sie. „Naturraum, und insbesondere das Element Wasser, zeichnet das Kaunertal aus“, ist TVB-Obmann Armin Falkner sicher.

Insgesamt 500.000 Euro kostet das Gesamtprojekt, das von der EU stark gefördert wurde. Rund 200.000 Euro fließen über RegioL aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. (TT, mr)


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