Brexit-Dinner in Brüssel brachte keinen Durchbruch

Beim Treffen zwischen Großbritanniens Premier Boris Johnson und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat es am Mittwoch keine entscheidenden Fortschritte gegeben. Trotzdem sollen die Gespräche über einen Brexit-Handelspakt weitergehen, hieß es aus britischen Regierungskreisen. Eine Entscheidung über die Zukunft der Verhandlungen soll nun bis Sonntag fallen. Es gebe immer noch „sehr große“ Differenzen und es sei weiter unklar, ob sie überbrückt werden könnten.

Von der Leyen und Johnson hatten sich zuvor zum Abendessen in Brüssel getroffen. Die Verhandlungen über die Beziehungen zwischen der EU und dem Königreich nach dem Ablauf der Übergangsfrist Ende Dezember stecken seit Monaten fest

Die strittigen Punkte sind seit Monaten dieselben: die EU-Forderung nach fairen Wettbewerbsbedingungen, die Fischerei in britischen Gewässern und die Ahndung möglicher Verstöße gegen das Abkommen. „Im Moment haben wir noch große Meinungsunterschiede“ bei diesen Punkten, hatte EU-Unterhändler Michel Barnier am Mittwoch gesagt. „Die nächsten Tage werden sehr wichtig werden.“

Großbritannien hatte die EU Ende Jänner verlassen. Ein Vertrag müsste bis zum 31. Dezember stehen, dann läuft die Brexit-Übergangsphase aus. Ohne Vertrag drohen zum Jahreswechsel Zölle, lange Grenzstaus und andere Handelshürden.


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