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Sorge um Impfpflicht durch die Hintertür bei Pflegekräften in Tirol

Pflegekräfte in Heimen sollen als eine der Ersten geimpft werden. Ihre Skepsis ist jedoch groß. Information soll eine Impfpflicht überflüssig machen.

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Viele Pflegende sind bezüglich Impfung sehr skeptisch, umfassende Informationen zur Covid-19-Impfung sind geplant..
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Von Alexandra Plank

Innsbruck – „Herden­immunität“ ist schon jetzt ein heißer Favorit für das Wort des Jahres 2021. Es meint, dass man durch Impfungen nicht nur sich selbst schützt, sondern auch jene, die nicht geimpft werden können oder weniger effektiv auf eine Impfung reagieren. Das sind etwa Säuglinge, Immunschwache oder sehr alte Personen. Die Herden- immunität bedingt eine Durchimpfungsrate von 60 %. Mit Jänner sollen die Impfaktionen österreichweit in den Altenheimen mit den Bewohnern starten, die Betreuer folgen.

Noch hält sich die Begeisterung der Pflegenden in Grenzen. Es gibt zwar keine Befragung, hört man sich aber bei Pflegern um, ist oft zu hören, man sei „kein Versuchskaninchen“. Zudem schwebe die „Impfpflicht“ wie ein Damoklesschwert über der größten Berufsgruppe im Gesundheitsbereich. Laut aktuellster Gallup-Umfrage sind 56 % der Österreicher bereit, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen (25 % stimmten voll, 31 % eher zu).


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