Friedensnobelpreis für Welternährungsprogramm

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. WFP-Chef David Beasley nahm den renommierten Preis am Donnerstag im Hauptsitz der UN-Organisation in Rom entgegen, wie auf der online übertragenen Preisübergabe zu sehen war.

Es sei eine große Ehre, für die er dem norwegischen Nobelkomitee unter anderem im Namen von UN-Generalsekretär António Guterres, den 19.000 Friedensstiftern der Organisation sowie den 100 Millionen hungrigen Menschen danke, um die sich das WFP kümmere, sagte Beasley.

„Dieser Friedensnobelpreis ist mehr als ein Dankeschön. Es ist ein Aufruf zum Handeln“, sagte er. Wegen all der Kriege in der Welt, des Klimawandels, des Gebrauchs von Hunger als Waffe und einer globalen Pandemie, die alles noch viel schlimmer mache, befänden sich 270 Millionen Menschen an der Schwelle zum Verhungern. Im Geiste von Preisstifter Alfred Nobel (1833-1896) rief Beasley die Welt auf, alle Menschen der Erde zu ernähren. „Essen ist der Pfad zum Frieden.“

Das norwegische Nobelkomitee hatte am 9. Oktober verkündet, dass der Friedensnobelpreis diesmal an das Welternährungsprogramm geht. Die Organisation wird damit für ihre Bemühungen im Kampf gegen den Hunger in aller Welt, ihren Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen für den Frieden in Konfliktgebieten sowie ihren Bemühungen gegen den Gebrauch von Hunger als Kriegswaffe geehrt. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden die Preiszeremonien in Oslo und später am Tag in Stockholm auf ein deutlich kleineres Maß reduziert - und ohne Teilnahme der Preisträger vor Ort in Skandinavien.

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