16 Tote bei Anschlag in Syrien, darunter türkische Soldaten

Bei der Explosion einer Autobombe in der nordsyrischen Stadt Ras al-Ain sind Aktivisten zufolge mindestens 16 Menschen getötet worden, darunter drei türkische Soldaten. Zwölf Menschen wurden verletzt, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag meldete. Der Grenzort steht unter Kontrolle türkischer Truppen und verbündeter syrischer Rebellen. Bisher ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge detoniert die Bombe am Ortseingang an einem Kontrollpunkt lokaler Sicherheitskräfte. In den vergangenen Monaten war es in der Region mehrfach zu Anschlägen gekommen. Ende Oktober drohte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einem weiteren Militäreinsatz in dem Bürgerkriegsland, sollten sich die „Terroristen“ nicht wie versprochen aus der Grenzregion zurückziehen.

Die türkische Armee war in den vergangenen Jahren mehrfach in Syrien einmarschiert, um dort gegen die Kurdenmiliz YPG vorzugehen. Ankara sieht in der Miliz den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und betrachtet sie als Terrororganisation. Mit Russland als Verbündetem der syrischen Regierung und den USA hatte die Türkei in Abkommen den Rückzug von YPG-Kämpfern aus einem Gebiet zwischen den Grenzstädten Tall Abjad und Ras al-Ain vereinbart.


Kommentieren


Schlagworte