Rückenschmerzen verhindern Stefan Krafts WM-Einzel-Start

Der Einzelbewerb der Skiflug-WM am Freitag und Samstag findet ohne Stefan Kraft statt. Der von seiner Covid-19-Infektion wiedergenesene Weltrekordhalter musste sein Antreten in Planica am Donnerstag nach dem Training wegen akuter Rückenschmerzen zurückziehen. Ein Start beim Teambewerb am Sonntag sei aber nicht ausgeschlossen, hieß es vom Österreichischen Skiverband.

Kraft hatte bei seiner Rückkehr auf die Schanze im ersten Trainingssprung noch mit einem Satz auf 239 Meter brilliert. „Direkt danach hat der Iliopsoas (Teil der inneren Hüftmuskeln, Anm.) zugemacht - reingegangen bis in die Baumuskulatur“, erklärte der Sportliche Leiter Mario Stecher. „Deshalb kommt er augenblicklich nicht in die Hocke hinein, es geht leider nicht zum Skispringen.“

Der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison hatte bereits in der Vorbereitung auf den WM-Winter mit Rückenschmerzen gekämpft. Hinsichtlich des Teambewerbs am Sonntag meinte Stecher: „Ich denke, dass man abwarten muss, wie sich die Muskulatur in den nächsten Stunden entwickelt.“

Für die Schweizer - das Duo Gregor Deschwanden und Dominik Peter war vor Ort - sind die Titelkämpfe hingegen unverrichteter Dinge nach einem positiven Coronatest eines Trainers beendet. Auch der deutsche Ex-Weltmeister Severin Freund sowie Marius Lindvik aus Norwegen starten im Bewerb nicht. Lindvik, der zuletzt im Weltcup noch Dritter geworden war, fühlt sich fürs Skifliegen mental nicht fit genug.

Michael Hayböck zeigte unterdessen in der Qualifikation für den Einzelwettbewerb der Skiflug-WM den weitesten Flug. Der Oberösterreicher brillierte am Donnerstag mit persönlichem Rekord (242,5 m) und Platz zwei hinter dem Deutschen Markus Eisenbichler (225,5 m). Neben Hayböck schafften auch Philipp Aschenwald (15./217,5 m), Gregor Schlierenzauer (28./206) und WM-Debütant Timon Kahofer (33./198) den Sprung unter die besten 40 der lediglich 44 Angetretenen.


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