Prozess in Graz wegen Drohung gegen Bundespräsidenten

Im Grazer Straflandesgericht muss sich am Freitag ein 23-Jähriger wegen gefährlicher Drohung und versuchter Bestimmung zum Missbrauch der Amtsgewalt verantworten. Er soll aus dem Gefängnis heraus dem Bundespräsidenten geschrieben haben, er wisse von geplanten Terroranschlägen und werde nur etwas preisgeben, wenn sein Zellennachbar begnadigt und vorzeitig entlassen werde. Ein Urteil wird für den Abend erwartet.

Der 23-Jährige, der derzeit in der Justizanstalt Graz-Jakomini eine Haftstrafe verbüßt, schrieb im September 2019 einen Brief an den Bundespräsidenten. Er bat um Begnadigung seines - seiner Meinung nach zu Unrecht - zu neun Jahren Haft verurteilten Zellengenossen. Er behauptete, von Terroranschlägen in Amerika und Österreich durch zwei Afghanen zu wissen und nur im Falle der Begnadigung die Namen zu verraten. Der Angeklagte befindet sich derzeit im Maßnahmenverzug für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher.

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