Drahtzieher des Ibiza-Videos in Deutschland verhaftet

Der Drahtzieher des Ibiza-Videos ist verhaftet worden. Der Privatdetektiv Julian H. war nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos untergetaucht. Ihm werden die illegale Herstellung von Ton- und Filmaufnahmen und der Handel von knapp drei Kilo Kokain zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte seine Festnahme in Deutschland. Eine Übergabe an die österreichischen Behörden sei bereits beantragt, sagte eine Sprecherin am Freitag zur APA.

Wie lange das Übergabeverfahren dauern wird, konnte die Staatsanwaltschaft nicht abschätzen. Man warte nun auf die Entscheidung der dortigen Behörden. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte ein Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Urheber des Lockvogel-Videos mit Heinz-Christian Strache eingeleitet, das den Crash der türkis-blauen Regierung und Neuwahlen im September auslöste. Im Fokus der Ermittlungen steht der Wiener Detektiv Julian H., der in München eine Detektei betrieben hat, und der als Begleiter der vermeintlichen russischen Oligarchin eine Schlüsselrolle gespielt haben soll.

Über die konkreten strafrechtlichen Vorwürfe gegen Julian H. hielt sich die Staatsanwaltschaft bedeckt. Bei dem gesamten Verfahren handle es sich um einen Verschlussakt, lautete abermals das Argument. Dem Vernehmen nach wird gegen drei Tatverdächtige und mehrere unbekannte Verdächtige ermittelt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte lediglich die Festnahme von Julian H. in Berlin, über die zuerst die „Kronen-Zeitung“ und die „Presse“ berichtet hatten.

Keine weiteren Informationen gab es auf APA-Anfrage vom Rechtsvertreter des Festgenommenen, dem Berliner Anwalt Johannes Eisenberg. „Wir können nichts dazu sagen“, lautete die Auskunft seiner Kanzlei.

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