Kinderbetreuung in Telfs ist der größte „Brocken“

Der Gemeinderat befindet nächste Woche über einen Budgetvoranschlag von ca. 40 Mio. Euro. Trotz Krise sollen laut BM Härting massive Einschnitte ausbleiben.

Der Kindergarten Markt wird 2021 generalsaniert und ausgebaut.
© Domanig

Telfs – Öffentlich aufgelegt wurde der Telfer Budgetvoranschlag für 2021 bereits, auch eine Videokonferenz mit den Fraktionsführern fand dazu schon statt – am 15.12. ist der Gemeinderat am Zug.

Die Einnahmensituation sei wegen der Corona-Krise „dramatisch“, schickt BM Christian Härting (Wir für Telfs) voraus: Die Ertragsanteile seitens des Bundes schrumpfen von 15,4 Mio. (2019) auf unter 14 Mio. Euro, zugleich steigen die Sozialabgaben weiter deutlich (um ca. 300.000 Euro). Und die Kommunalsteuer dürfte statt ursprünglich erhoffter 5,4 Mio. Euro wieder auf unter 5 Mio. Euro sinken.

Dennoch sei es gelungen, einen Entwurf zu schnüren, der in keinem Teilbereich massive Einschnitte bringe, meint Härting. Um das Budget auszugleichen, setze man auf Sparsamkeit bei den Ausgaben und verwende Rücklagen aus Grundverkäufen (500.000 Euro), zudem werde die Tilgung eines größeren Darlehens gestreckt. Die Hoffnung sei, „dass Ende 2021 die Wirtschaft wieder normal läuft“.

Neben der Ortskernneugestaltung (bereits abgeschlossen) und der neuen Bücherei (Eröffnung im Jänner oder Februar), die 2021 abrechnungstechnisch noch aufscheinen, liegt im Budget (Volumen: über 40 Mio. Euro) ein Schwerpunkt auf der Kinderbetreuung: Größter Brocken ist die Sanierung des Kindergartens Markt, des ältesten und laut Härting „bautechnisch schlechtesten“ Telfer Kindergartens. Mit aktuell sieben Gruppen ist er auch einer der größten. Er soll im Sommer 2021 komplett saniert und um zwei Kinderkrippengruppen erweitert werden. Kostenpunkt: ca. 4,5 Mio. Euro. Für die Marktgemeinde sind abzüglich Bundes- und Landesförderungen noch rund 2,1 Mio. Euro zu stemmen.

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Weitere zwei Kindergarten- oder Krippengruppen sollen bis September 2022 am „Köll-Areal“ entstehen – im Erdgeschoß eines Wohnbauprojekts der GHS. Sie sollen dann vom nahen Kindergarten Lumma mitbetreut werden. Ankauf und Einrichtung kosten ca. eine Mio. Euro. Bei beiden Vorhaben steht im Gemeinderat der Grundsatzbeschluss an.

Kräftig ins Geld geht auch ein neues Feuerwehrfahrzeug für Mösern (410.000 Euro, 185.000 Euro Landesförderung). Im Museum Noaflhaus sollen 2021 die Chronisten samt Bibliothek die bisherigen Büchereiräume beziehen, das „Entree“ zum Museum direkt an die Straße rücken. (md)


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