Kirchen bieten zu Weihnachten mehr Gottesdienste an

Zu den Weihnachtsfeiertagen wird es eine erhöhte Zahl an Gottesdiensten geben, damit sich die Mitfeiernden besser verteilen können. Darauf haben sich die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen geeinigt, wie Kathpress am Freitag berichtete. Ferner sollen Gemeinden bestärkt werden, Gottesdienste auch via Video zu übertragen. Nach Möglichkeit soll auch ein Anmeldesystem für die Gottesdienstbesucher angeboten bzw. Gottesdienste gestaffelt abgehalten werden.

Die bisherigen Schutzmaßnahmen, die das Kultusministerium und die Kirchen bereits vor einer Woche vereinbart hatten, bleiben freilich weiterhin verbindlich, hieß es. Dazu zählen etwa die Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Metern oder das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Darüber hinaus sollen Desinfektionsmittel ausreichend vorhanden sein. Gemeinde- und Chorgesänge bleiben auch zu Weihnachten ausgesetzt. „Neben diesen allgemeinen Maßnahmen können die einzelnen Kirchen im eigenen Bereich zusätzliche Regeln und Empfehlungen zur konkreteren Ausgestaltung erarbeiten“, so der Vorsitzende des ÖRKÖ, Rudolf Prokschi.

„Ziel aller Bemühungen muss es sein, dass alle, die einen Weihnachtsgottesdienst mitfeiern wollen, dafür auch eine Möglichkeit finden“, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, am Freitag gegenüber Kathpress. Etwa sollten zusätzliche Krippenandachten stattfinden und deren Dauer verkürzt werden, damit sich die Anzahl der Mitfeiernden gut verteilen kann. Wo es aufgrund der zu erwartenden Anzahl der Mitfeiernden nötig ist, kann es auch eine zusätzliche Christmette geben, so Lackner.

Kultusministerin Susanne Raab (ÖVP) begrüßte die erweiterten Regelung der Kirchen für öffentliche Gottesdienste während der Weihnachtsfeiertage und appellierte an alle Gottesdienstbesucher, die Maßnahmen gemeinsam umzusetzen, um weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

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