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Fünffach-Mord in Kitzbühel: Kein Verfahren gegen Bruder des Täters

Die Pistole des Bruders war in einem Tresor verwahrt. Die Existenz eines zweiten Schlüssels war diesem nicht bekannt.

Vergangenen August musste sich der 26-jährige Täter vor einem Schwurgericht verantworten.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Am letztjährigem 6. Oktober stand Tirol unter Schock. Ein 26-jähriger Einheimischer hatte in Kitzbühel frühmorgens aufgrund von Trennungsschmerz, Eifersucht und Zurückweisung seine Ex-Freundin, deren ganze Familie und einen im Haus aufhältigen Bekannten der Frau erschossen. Fünf Leute fanden den Tod. Eine Wahnsinnstat, die noch am selben Tag um die Welt ging.

Im August musste sich der 26-Jährige vor einem Schwurgericht verantworten. Da die bekannte Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner dem Kitzbüheler volle Zurechnungsfähigkeit attestierte, erging nicht rechtskräftig lebenslange Haft. Ohne die Tatwaffe – die Pistole des im fernen Ausland lebenden Bruders – hätte der systematisch durchgeführte Fünffachmord aber wohl nicht passieren können. War der 26-Jährige zuvor doch noch nach Hause gefahren und hatte aus dem dortigen Tresor die Pistole samt 50 Patronen entnommen. Zusammen mit der Faustfeuerwaffe und einem Baseballschläger hatte er dann an der Haustüre geklingelt.

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