TVB Stubai fehlen im kommenden Jahr 2,1 Mio. Euro

Das Budget für 2021 musste Corona-bedingt auf 5,6 Mio. Euro verringert werden. Kein einfacher Start für das neue Vorstandsteam.

Das neue Führungsteam des TVB Stubai rund um Obmann Adrian Siller (M.): Klaus Kindl, Herbert Hofer, Reinhard Klier, Lukas Rasinger (v. l.).
© TVB Stubai/Gstrein

Von Denise Daum

Neustift i. St. – Im Tourismus sei es momentan nicht so lustig, bringt es Adrian Siller unverblümt auf den Punkt. Der 40-jährige Neustifter Skiverleih-Betreiber ist frisch gewählter Obmann im Tourismusverband Stubai. Das Schwierigste sei wohl die mangelnde Planungssicherheit. „Wir sperren am 7. Jänner unsere Betriebe auf. Die Frage ist nur, für wen“, so Siller. Die Gäste seiner Ferienwohnungen beispielsweise haben den Winterurlaub komplett storniert und auf Oster­n bzw. die Sommermonat­e umgebucht. Auch wenn derzeit keine Gäste im Tal sind, hat sich der TVB dazu entschieden, die Loipen zu präparieren. „Wir möchten wenigstens für die ­Einheimischen da sein und ihnen ein Stück Normalität bieten“, sagt Siller.

Die Corona-Krise wirkt sich naturgemäß auch negativ auf das Budget des Tourismusverbands aus. Auf Empfehlung der Tourismusabteilung des Landes wurden die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen und Aufenthaltsabgaben für 2021 gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent geringer angesetzt. Das Budget musste somit um rund 2,1 Millionen auf 5,6 Millionen Euro verringert werden. „Das Budget 2021 hält Marketingmittel bereit, die entsprechend den Reisemöglichkeiten in den Herkunftsmärkten des Stubaitales eingesetzt werden können. Damit können wir flexibel und zielgerichtet auf die Nachfragesituation reagieren. Es hat sich bereits im Sommer gezeigt, dass sich unsere Gäste kurzfristig für einen Stubaital-Urlaub entscheiden, sobald die Grenzen nach Tirol wieder für den Reiseverkehr geöffnet werden“, erklärt TVB-Geschäftsführer Roland Volderauer.

Mit neuen Projekten müsse man im kommenden Jahr zurückhaltender sein, sagt Adrian Siller. An Leuchtturmprojekten wie dem „Radweg Stubai“, einer Gemeinschaftsinitiative von Tourismusverband, Planungsverband Stubai und Land Tirol, werde aber nicht gerüttelt, versichert Siller.

Neu im Vorstand ist auch der 35-jährige Fulpmer Alm- und Landwirt Lukas Rasinger. Wenngleich die Zeiten nicht einfach sind, zeigt sich der Fulpmer hochmotiviert, in den kommenden Jahren für das gesamte Tal einzutreten.

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