Die Brust bei der WSG Tirol ist breit, der Kopf ist frei für das Duell bei Rapid

Das heutige Gastspiel bei Rapid Wien (14.30 Uhr, TT.com-Live-Ticker) kann die WSG Tirol locker angehen. Das soll auch am Spielfeld erkennbar sein.

Nemanjia Celic (l., beim Torjubel mit Kollege Frederiksen) ragte zuletzt aus einem funktionierenden WSG-Kollektiv heraus.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Wien – Dass die WSG Tirol heute (14.30 Uhr, live Sky) das nach dem Europa-League-Aus des SK Rapid schon lodernde Dach des Allianz Stadions mit einem Auswärtssieg endgültig brennen lassen könnte, kommentierte der Tiroler Thomas Silberberger gewohnt launig: „Lieber ist mir, es brennt beim Nachbarn als bei uns.“

Beim Rekordmeister ist man gewarnt: Die WSG sei in dieser Saison „eine andere Mannschaft als letztes Jahr. Trotzdem haben wir ein Heimspiel und wollen gewinnen“, meinte Coach Didi Kühbauer. Für den 49-Jährgen wird die Partie zum Balanceakt, schließlich muss er bei der Aufstellung sowohl den Kräfteverschleiß vom Donnerstag als auch das am Mittwoch stattfindende Cup-Achtelfinale bei Red Bull Salzburg berücksichtigen.

„Die Müdigkeit könnte bei ihnen schon ein Thema werden“, meint Silberberger, der allerdings auch auf die zahlreichen Offensiv-Optionen (Kara, Fountas, Knasmüllner ...) der Hütteldorfer hinwies. „Defensiv ist Rotation immer gefährlich“, hofft der Wörgler auf die ein oder andere Lücke. Die WSG selbst will ihre neue DNA auch beim Rekordmeister nicht verraten: „Wir ändern gar nichts und wollen ordentlich Fußball spielen.“ Auch personell können die Tiroler aus dem Vollen schöpfen, was auch für eine ähnliche Startelf wie gegen den WAC (4:1) spricht.

Die Wattener könnten heute den vierten Sieg in den vergangenen fünf Spielen einfahren – und eines ist klar: Egal, was passiert, die WSG bleibt Sechster. „Das macht die Sache nicht einfacher, aber entspannter.“ Es geht sozusagen mit breiter Brust und freiem Kopf in die Hauptstadt.

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Gipfeltreffen in der Mozartstadt

Graz – Sturm bestätigte gestern den Aufwärtstrend, stürmte auf Platz drei und feierte einen souveränen 3:0-Heimsieg gegen die Admira. Die „Blackys“ schafften damit den vierten Sieg in Folge. Altach schoss sich mit einem 4:1-Erfolg in Ried aus seiner Krise. Die Vorarlberger reichten damit die rote Laterne an die Admira weiter. Hartberg holte in St. Pölten einen 0:2-Rückstand auf und erkämpfte sich mit dem 2:2 noch einen Punkt.

RB Salzburg hat indes heute (17 Uhr, live Sky) die Gelegenheit, sich über das Ausscheiden in der Champions League hinwegzutrösten. Mit einem Heimsieg gegen den LASK wäre der Titelverteidiger wieder Erster und damit nach Ansicht von Zlatko Junuzovic an seinem angestammten Platz: „Wir wollen zeigen, dass wir nach ganz oben gehören.“

„Salzburg hat viel Druck und muss. Wir sind in einer Situation, wo wir können, aber nicht unbedingt müssen“, gab LASK-Coach Dominik Thalhammer die Favoritenrolle gerne weiter. (TT, APA)


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